DerZyklusaltbekannte – Hype, Spekulation, Boom, Pleite, Wiederholung – könnte vorbei sein. Zumindest behauptet das Coinbase Institutional in ihrem neuesten Bericht.
Colin Basco, Analyst, und David Duong, Forschungsleiter bei Coinbase Institutional, untersuchten die aktuellen Triebkräfte der Kryptowährungsmärkte. Was fanden sie heraus? Die Zeit des unregulierten Marktes neigt sich dem Ende zu. Privatanleger und der Hype um kurzlebige Kryptowährungen weichen professioneller Handelsinfrastruktur und institutionellem Kapital.
Die Derivatemärkte bestimmen das Geschehen
Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass der Handel an den großen Börsen mittlerweile von Perpetual Futures dominiert wird. Dies verändert grundlegend die Art und Weise, wie Kryptowährungspreise schwanken.
Früher war es einfach: Man kaufte Coins, und die Kurse stiegen. Man verkaufte Coins, und die Kurse fielen. Heute hingegen Hebelwirkung, Finanzierungszinsen und die Liquidität des Derivatemarktes entscheidend.
Ende 2025 kam es zu massiven Liquidationen, die einen Großteil der Hebelwirkung in diesen Märkten vernichteten. Coinbase sieht dies jedoch nicht als negativ an. Laut Duong und Basco tragen strengere Margin-Anforderungen und ein besseres Risikomanagement sogar zu gesünderen Märkten bei. Wenn schlechte Nachrichten eintreffen, fallen die Kursstürze nicht mehr so heftig aus. Und trotz verstärkter Regulierung liefern Derivate nach wie vor den Großteil der Liquidität, die Händler benötigen.
Prognosemärkte werden zum Mainstream
Der zweite Trend besteht darin, dass Prognosemärkte zu echten Finanzinstrumenten entwickeln und nicht mehr nur zu Orten, an denen man auf zufällige Dinge wetten kann.
Sowohl Handelsvolumen als auch Liquidität nehmen rasant zu. Neben dem Spielen nutzen die Menschen diese Marktplätze auch zur Informationsbeschaffung und Risikominderung in unklaren Situationen.
Aktuell sind Prognosemärkte auf verschiedene Plattformen verteilt. Für Händler, die Preisunterschiededentund nutzen können, eröffnen sich dadurch Chancen. Es besteht eine wachsende Nachfrage nach Tools, die Daten von all diesen Plattformen an einem zentralen Ort zusammenführen.
Professionelle Händler engagieren sich zunehmend und beschränken sich nicht mehr nur auf Kryptowährungsbegeisterte. Dies gilt insbesondere in Regionen, in denen die Regulierungsbehörden beginnen, klarere Regeln zu schaffen.
Stablecoins gehen über den Handel hinaus
Stablecoins und Zahlungsdienste bilden die dritte Kategorie. An diesem Punkt wird Kryptowährung praktisch und nicht nur spekulativ.
Stablecoin- Transaktionen werden immer häufiger, aber nicht, weil Händler damit spekulieren. Unternehmen nutzen sie für Auslandszahlungen, Treasury-Management und Abrechnungen. Wichtig, aber auch etwas langweilig.
Interessant ist, wie Zahlungen mit allen anderen Vorgängen im Kryptobereich verknüpft sind. DeFi Protokolle basieren auf Stablecoins. Auch KI-Anwendungen beginnen, diese zu nutzen.
Coinbase widerspricht der Annahme, dass KI Kryptozahlungen bedroht. Sie argumentieren vielmehr, dass KI die Art von programmierbarer, rund um die Uhr verfügbarer Finanzinfrastruktur benötigt, die Blockchains bieten.
Jahr oder Jahr – das Jahr entscheidet über Erfolg oder Misserfolg
Die Fähigkeit dieser drei Branchen, trotz strengerer Vorschriften und verstärkter professioneller Kontrolle weiter zu expandieren, wird sich im Jahr 2026 zeigen.
Die Antwort wird vermutlich über Jahre hinweg die Entwicklung von Kryptowährungen bestimmen.

