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China warnt Amerika: Nutzt die Handelsgespräche nicht als Waffe

In diesem Beitrag:

  • Chinas Ministerpräsident Li Qiang rief die Staats- und Regierungschefs der Welt dazu auf, den Handel nicht zu einem politischen oder sicherheitspolitischen Thema zu machen.
  • Li sagte, die Globalisierung sei nicht umkehrbar und rief die Länder dazu auf, auf dem „richtigen“ wirtschaftlichen Weg zu bleiben.
  • Er warb für einen neuen internationalen Mediationspakt, der von über 30 Nationen in Hongkong unterzeichnet wurde.

China forderte die USA auf, den Handel nicht länger als Waffe einzusetzen. Ministerpräsident Li Qiang äußerte sich am Mittwoch in Tianjin während des Jahrestreffens des Weltwirtschaftsforums, das oft als „Sommer-Davos“ bezeichnet wird

Laut CNBC sagte Li, die Länder sollten sich auf die Zusammenarbeit im Handelsbereich konzentrieren und diesen nicht zu einem politischen oder sicherheitspolitischen Instrument . Er stellte klar, dass die Globalisierung nicht verschwinden werde und sagte: „Die Globalisierung lässt sich nicht umkehren.“

Li rief die Staats- und Regierungschefs der Welt dazu auf, den seiner Ansicht nach „richtigen“ Kurs beizubehalten. Er sprach die anhaltenden Spannungen mit Washington nicht direkt an. Auch die Situation zwischen Israel und Iran vermied er. Doch der Kontext seiner Rede ließ seine Haltung deutlich erkennen.

Er beschrieb den internationalen Handel als einen Weg, „die Regeln und die Ordnung neu zu gestalten“, was ein nicht ganz so subtiler Seitenhieb auf die Bemühungen von Ländern, insbesondere der USA, war, die Funktionsweise globaler Systeme zu dominieren.

Li hebt globales Mediationsabkommen hervor und bezeichnet China als Konsummotor

Li bezog sich auf ein Abkommen, das letzten Monat in Hongkong von über 30 Regierungen unterzeichnet wurde. Durch dieses Abkommen wurde die Internationale Organisation für Mediation (IOM) gegründet, die er als Beispiel für die Anwendung der „Weisheit des Ostens“ zur Lösung internationaler Streitigkeiten bezeichnete. Dies wurde als Versuch gewertet, zu zeigen, dass China ein neues System zur Konfliktlösung vorantreibt, das nicht auf westlichen Institutionen beruht.

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Er sprach auch über die Lage der chinesischen Wirtschaft und kündigte neue Maßnahmen zur Ankurbelung der Konsumausgaben an. China werde nicht nur ein globaler Produktionsstandort bleiben, sondern sich auch zu einer „Konsummacht von gigantischem Ausmaß“ entwickeln. Konkrete Maßnahmen nannte er nicht, doch die Botschaft lautete, die Binnennachfrage massiv zu stärken und China gleichzeitig eng in die Weltwirtschaft .

Louise Loo, leitende China-Ökonomin bei Oxford Economics, sagte in der CNBC-Sendung „The China Connection“ , Li wirke zuversichtlich dent „Wir gehen zwar weiterhin von Herausforderungen in diesem Jahr aus, aber ich halte sie für nicht mehr so ​​abwegig wie zuvor“, so Loo. Sie fügte hinzu: „So hoch die Strafzölle auch sein mögen, kurzfristig dürfte es schwierig sein, China von den globalen Lieferketten abzukoppeln.“

Auch Adam Tooze von der Columbia University äußerte sich dazu. Er nannte Lis Ausführungen zur Umgestaltung der Ordnung „sehr interessant“ und sagte gegenüber CNBC: „Wir werden eine Pluralisierung erleben.“ Tooze betonte, der Fokus müsse darauf liegen, wie Systeme funktionieren, und nicht nur darauf, wer für sie verantwortlich ist.

Die Veranstaltung brachte mehrere Staatsoberhäupter zusammen, darunter Singapurs Premierminister Lawrence Wong, Vietnams Pham Minh Chinh und Ecuadors Daniel Noboa Azín. Auch Führungskräfte aus der Technologiebranche wie von JD.com und Li Dongsheng von TCL waren unter den Teilnehmern, was zeigt, dass China bei diesem Forum nicht nur Regierungen, sondern auch die Märkte einbeziehen wollte.

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Allein in der vergangenen Woche traf Li mit den Staatschefs von Singapur, Vietnam, Neuseeland, Ecuador und Kirgisistan zusammen. Diese aufeinanderfolgenden Treffen wurden von chinesischen Staatsmedien gemeldet und zeigen, dass China diematic Beziehungen aktiv stärkt, während das Verhältnis zu den USA weiterhin angespannt ist.

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