Chinas Oberster Volksgerichtshof hat offenbar genug von dem Anstieg der Cyberkriminalität, der eine bedauerliche Begleiterscheinung der rasanten Entwicklung von Kryptowährungen darstellt. Er betont nun die Notwendigkeit umfassender Gesetze zu digitalen Währungen und virtuellem Eigentum.
Länder auf der ganzen Welt, darunter auch China, passen ihre Gesetze an, um mit diesen Entwicklungen Schritt zu halten. So veröffentlichte beispielsweise der Oberste Volksgerichtshof Chinas seine Zeitschrift „Digitale Rechtsstaatlichkeit“, in der er die Notwendigkeit betonte, die Gesetze für digitale Transaktionen und virtuelle Vermögenswerte zu verbessern.
Gibt es in Chinas Oberstem Gerichtshof Gesetze zu digitalen Währungen?
Der Oberste Volksgerichtshof veröffentlichte die sechste Ausgabe des „Digitalen Rechtsstaatsmodells“ für das Jahr 2025 und betonte darin die Wichtigkeit der Verbesserung des Rechtsstaatsprinzips in Bezug auf digitale Transaktionen und virtuelle Vermögenswerte.
Die Zeitschrift wurde vom People's Court Press herausgegeben und befasst sich mit wichtigen Herausforderungen bei der Schaffung von Rechtsrahmen, die mit der Blockchain-Technologie und digitalen Währungen Schritt halten können.
Die wohl wichtigste Neuerung der Veröffentlichung sind die Reformen des Handelsrechts für digitale Transaktionen, die chinesischen Bürgern theoretisch Rechtsmittel in Fällen mit digitalen Vermögenswerten ermöglichen könnten. Weitere im Dokument behandelte Bereiche des Digitalrechts sind das Online-Strafverfahren, der Datenschutz, die Regulierung künstlicher Intelligenz und der Urheberrechtsschutz für KI-generierte Inhalte.
In der Zeitschrift wird die Schaffung von „kontrollierbaren elektronischen Aufzeichnungen“ als neue Eigentumsklasse erwähnt tron um die zivil- und handelsrechtlichen Bestimmungen in China zu verbessern.
Ein Artikel erörtert, wie die USA im Jahr 2022 ihre Handelsgesetze geändert haben, umtrontrac,tronWährungen und virtuelles Eigentum auf Basis der Distributed-Ledger-Technologie besser zu handhaben, und wie diese internationalen Entwicklungen Chinas eigene Bemühungen um Gesetze für den digitalen Handel beeinflussen könnten.
Chinesische Gerichte wenden die Grundsätze der Fairness und Ehrlichkeit auch bei der Regulierung des Marktverhaltens an. Das neu geänderte Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb, das am 15. Oktober 2025 in Kraft trat, verbietet ausdrücklich die unbefugte Erhebung oder Nutzung rechtmäßig erhobener Daten.
Braucht China Gesetze zur digitalen Währung?
In China gelten derzeit vollständige Verbote für alle Kryptoassets und damit verbundene Aktivitäten. Dies umfasst das Prägen von Kryptowährungen, deren Verwendung und Umlauf als Zahlungsmittel, öffentliche Angebote, Handel und Spekulation. Die einzige legale digitale Währung des Landes ist der digitale Yuan, der von der Chinesischen Volksbank ausgegeben wird.
Chinesische Gerichte haben Kryptowährungen durchgehend als virtuelle Güter mit wirtschaftlichem Wert anerkannt, die unter chinesisches Recht Schutz genießen. Transaktionen mit virtuellen Währungen, die gegen die öffentliche Ordnung verstoßen, sind jedoch ungültig. Dieser Widerspruch hat eine rechtliche Grauzone geschaffen, in der digitale Vermögenswerte zwar als Eigentum gelten, aber nicht legal gehandelt werden dürfen.
Der Oberste Volksgerichtshof erkannte, dass Fälle im Zusammenhang mit Kryptowährungen häufiger geworden sind, und betonte daher im November 2025 die Notwendigkeit, sich mit diesen neuen Problemen auseinanderzusetzen, einschließlich des Verfahrens für virtuelle Währungen in Rechtsfällen.
Ebenfalls im November wurden spezielle Gerichte, sogenannte Internetgerichte, eingerichtet, um Streitigkeiten im Zusammenhang mit Dateneigentum, Datenschutz, virtuellem Eigentum und unlauterem Online-Wettbewerb zu bearbeiten.
Im August 2024 nahmen der Oberste Volksgerichtshof und die Oberste Volksstaatsanwaltschaft die erste Änderung am chinesischen Geldwäschegesetz seit 2007 vor. In der Richtlinie wurde verkündet, dass Transaktionen mit „virtuellen Vermögenswerten“ gemäß dem Gesetz als Geldwäsche gelten würden.
Ein Jahr später, im August 2025, veröffentlichte der Oberste Volksgerichtshof die 47. Reihe von Präzedenzfällen, um einen Präzedenzfall dent den gerichtlichen Schutz von Datenrechten in China zu schaffen.
Die sechs veröffentlichten Fälle befassten sich mit datenschutzbezogenen Streitigkeiten. Sie behandeln wiederkehrende Kontroversen und versuchen, die Interessen von Dateneigentümern, Datenverarbeitern und Nutzern zu befriedigen.

