Zusammenfassung (TL;DR)
- Japan wird aufgefordert, die Entwicklung seiner digitalen Zentralbankwährung zu intensivieren
- Bank von Japan intensiviert Forschung
- Regierungsbeamte erhöhen weiterhin den Druck auf die Bank von Japan
Weltweit intensivieren Länder derzeit ihre Vorbereitungen zur Einführung ihrer jeweiligen, von Zentralbanken gestützten digitalen Währungen. Obwohl einige Länder ihre CBDCs bereits eingeführt haben, ist China weiterhin führend unter den Ländern, die eine solche Währung einführen möchten. Angesichts dieser führenden Position Japan aufgefordert, seine Bemühungen zur Entwicklung einer eigenen CBDC zu intensivieren. Laut einem Bericht haben Politiker die Finanzbeamten gedrängt, die Einführung der digitalen Währung – wie in den meisten anderen Ländern – zu beschleunigen.
Die Bank von Japan intensiviert die Forschung zu ihrer digitalen Zentralbankwährung
Japan hat die Einführung digitaler Währungen über die Jahre maßgeblich vorangetrieben, und die Politik will diesen Status unbedingt beibehalten. Laut zahlreichen Berichten befindet sich China weiterhin in der Testphase, da die chinesische Zentralbankwährung (CBDC) landesweit erprobt wird. Kürzlich wurden mehrere Partnerschaften mit Marken geschlossen, um die Tests in Großstädten zu intensivieren. Im Wettlauf mit China hat Japan seine Finanzabteilung verstärkt, die mit der Erforschung aller Aspekte digitaler Währungen beauftragt ist. Trotz der langen Entwicklungsphase seiner CBDC verfolgte die japanische Zentralbank (Bank of Japan) bisher einen vorsichtigen Ansatz. Angesichts des zunehmenden Drucks aus den höchsten Regierungskreisen könnte die Bank jedoch gezwungen sein, eine neue, offensivere Strategie zu verfolgen.
Regierungsbeamte erhöhen weiterhin den Druck auf die Bank von Japan
In einer Erklärung betonte Premierminister Takayuki Kobayashi, dass das Land zunächst die Sicherheitsrisiken abwägen müsse, bevor es sich mit der Entwicklung einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) befasse. Er merkte zudem an, dass die Bank von Japan (BOJ) mit Hochdruck daran arbeiten müsse, den digitalen Yen so schnell wie möglich einzuführen. Es ist nicht das erste Mal, dass sich Regierungsvertreter gegen den Widerstand durchsetzen und einen Schritt fordern. In einer kürzlich veröffentlichten Stellungnahme erklärte Yoshitaka Kitao, ein Manager der SBI, dass China alle anderen Länder und Kontinente in Bezug auf die CBDC überholt habe und weiterhin führend sei.
Er erwähnte außerdem, dass sich die Lage in Zukunft ändern könnte, da auch andere Länder an der Entwicklung eigener CBDCs arbeiten. Obwohl der digitale Yen ebenfalls in Planung ist, verfügt die Bank von Japan (BOJ) noch nicht über die entsprechenden Währungen, um ihn zeitnah einzuführen. Er räumte zudem ein, dass er für die Zukunft ein Wachstum im Kryptosektor erwartet. Japan hat seinen Kampf gegen digitale Vermögenswerte vorerst eingestellt und verstärkt seine Vorbereitungen, um China einen Schritt voraus zu sein.

