Im Rahmen des Jobs Act von 2012 wurde die Ausnahmeregelung A+ eingeführt, die es Equity-Crowdfunding-Kampagnen ermöglicht, US-Investoren Wertpapiere in zwei Tranchen – 20 Millionen US-Dollar (20 Mio. USD) und 50 Millionen US-Dollar (50 Mio. USD) – mit einer Laufzeit von jeweils zwölf Monaten anzubieten und zu verkaufen. Durch die Einreichung eines Angebotsprospekts bei der SEC kann das Unternehmen die Ausnahmeregelung A+ nutzen.
Für den Token-Verkauf, der letztendlich die Regulierung von A+-Crowdfunding ermöglichen soll, plant Blockstack, ein in New York ansässiges Unternehmen, das Blockchain-Software und Infrastruktur für das dezentrale Internet entwickelt, eine Kapitalerhöhung von 50 Millionen US-Dollar. Blockstack beschäftigt 21 Mitarbeiter und verfügt über ein Gesamtvermögen von 32 Millionen US-Dollar. Der Token-Verkauf soll Blockstack die Kapitalerhöhung über eine Tochtergesellschaft ermöglichen, bedarf jedoch noch der behördlichen Prüfung.
Der Blockstack Stacks (STX)-Token bietet im Vergleich zu einem Börsengang (IPO) mehr Sicherheit. Das Unternehmen gab an, den gesamten Erlös der Emission für die Entwicklung des App-Ökosystems und der dezentralen Computing-Plattform zu verwenden. Insgesamt werden 295 Millionen STX-Token zu je 0,30 US-Dollar angeboten.
In der Vergangenheit war eines der in New York ansässigen Unternehmen skeptisch gegenüber dem Token-Verkauf an private Investoren, da es der Ansicht war, dass dadurch keine diversen Teilnehmer geschaffen würden, die eine Voraussetzung für die Schaffung eines wirklich dezentralen Netzwerks seien.
Durch den Verkauf von 440 Millionen Token und den damit verbundenen Mehreinnahmen von 50 Millionen US-Dollar musste das Unternehmen seine ambitionierten Pläne aufgeben. Berichten zufolge waren über 800 Personen an dem Token-Verkauf beteiligt, darunter Investoren wie Union Square Ventures, Blockchain Capital und Foundation Capital.
Der Mitbegründer und CEO des Unternehmens bekräftigte in seiner Erklärung, dass sie versuchen, einen rechtlichen Rahmen zu schaffen, damit die Blockchain-Protokolle den SEC-Vorschriften entsprechen, und dass sie zu diesem Zweck mit Sicherheitsanwälten zusammenarbeiten. Er fügte hinzu, dass diese Initiative für die Etablierung eines dezentralen Ökosystems hilfreich sein würde.
BlockStack Blockchain-Finanzierungsrunde: 50 Millionen