Laut der Global Blockchain Survey 2020 von Deloitte bleibt die Blockchain-Technologie für über 55 Prozent der Unternehmen weltweit eine strategische Priorität und löst sich damit von ihrem langjährigen Ruf, lediglich eine aufstrebende Technologie zu sein.
Die mit Spannung erwartete Deloitte-Studie liefert positive Ergebnisse hinsichtlich der altbekannten Problematik der unzureichenden Blockchain-Technologie-Nutzung. Die Studie zeigt, dass Branchenführer diese Technologie nicht nur wahrnehmen, sondern sie auch intensiv erforschen und investieren, um höhere Produktivitätsergebnisse zu erzielen. Sie nutzen die Blockchain endlich, um langfristigen Mehrwert zu schaffen.
Im dritten Jahr seines Bestehens bezog Deloitte, Branchenführer im Bereich Finanzdienstleistungen und Wirtschaftsprüfung und eines der vier großen Wirtschaftsprüfungsunternehmen, Teilnehmer aus Ländern wie den USA, Großbritannien, Brasilien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kanada, China, Singapur und Hongkong ein. Diese Länder scheinen ein umfassenderes Verständnis der Blockchain- Technologie zu besitzen und haben bei deren Erforschung und Anwendung erhebliche Fortschritte erzielt.
Deloitte beleuchtet die positive Entwicklung der Blockchain-Technologie
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass rund 39 Prozent der 1.488 Befragten dent 14 Ländern die Blockchain-Technologie erfolgreich in ihre Produktionslinie integriert . Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 23 Prozent, was einen beachtlichen Anstieg der Akzeptanzrate um 16 Prozent bedeutet.
Rund 89 Prozent der Befragten sind zudem überzeugt, dass die Blockchain-Technologie zusammen mit digitalen Währungen eine entscheidende Rolle für die Zukunft der Finanzbranche spielen wird. Mehr als 53 Prozent von ihnen sprechen sich entschieden für deren Einführung aus, um langfristige Geschäftsstabilität zu gewährleisten.
Experten für Blockchain-Technologie sind sehr gefragt
Deloitte vermutet, dass diese positive Stimmung die aktuelle Einstellungspraxis widerspiegelt, bei der Kandidaten mit Kenntnissen zukunftsweisender Technologien bevorzugt . Rund 82 Prozent der Befragten dent , dass Kandidaten mit Blockchain-Expertise zumindest in den nächsten ein bis zwei Jahren weiterhin ganz oben auf der Liste stehen werden. Fast 83 Prozent sind zudem der Ansicht, dass sie im Wettbewerb ins Hintertreffen geraten würden, wenn sie sich diese Technologie nicht aneignen.
Nun zu den weniger positiven Aspekten: Der Bericht hebt hervor, dass rund 54 Prozent der Unternehmen die übertriebenen Behauptungen rund um die Blockchain-Technologie für weit von der Wahrheit entfernt halten. Im Vorjahr lag dieser Wert bei 43 Prozent und 2018 bei 39 Prozent.
China und die USA übernehmen die Führung
Der Bericht legt außerdem nahe, dass diese bahnbrechende Technologie in verschiedenen Anwendungsbereichen unterschiedlich eingesetzt wird und ihre Akzeptanzrate in den einzelnen Ländern variiert. Länder wie China und die USA führen die Akzeptanzrate an: Fast 59 Prozent der chinesischen Unternehmen setzen auf diese Technologie, während es in den USA nur 31 Prozent sind.
Und obwohl die chinesische Regierung digitalen Vermögenswerten und deren Legalität weiterhin feindselig gegenübersteht, sind rund 94 Prozent der Umfrageteilnehmer aus diesem Land der Ansicht, dass virtuelle Währungen in den nächsten fünf bis zehn Jahren potenzielle Alternativen zu Fiatwährungen
Während die Blockchain-Technologie all die Jahre als experimentelles Konzept galt, dessen potenzielle Anwendungsfälle in der realen Welt noch ausstanden, zeigen die Ergebnisse, dass sie nun ein Instrument für eine Reform im globalen Maßstab darstellt.
Linda Pawczuk von Deloitte Consulting LLP schließt die Auswertung der Umfrageergebnisse mit einer optimistischen Note ab.

