Trotz des anhaltenden Bärenmarktes im Kryptobereich hat Blockchain Capital erfolgreich zwei neue Venture-Fonds mit einem Gesamtvolumen von 580 Millionen US-Dollar aufgelegt und damit einen bedeutenden Meilenstein in der Venture-Capital-Landschaft für Blockchain und Kryptowährungen gesetzt.
Spencer Bogart, General Partner von Blockchain Capital, gab bekannt, dass die beiden Fonds im Verhältnis zwei Drittel zu einem Drittel aufgeteilt werden. Der größere Teil ist für den sechsten Frühphasenfonds des Unternehmens vorgesehen, während der verbleibende Betrag in den ersten „Opportunity Fund“ fließt. Der Frühphasenfonds investiert in sechs Schlüsselsektoren: Dezentrale Finanzen (DeFi), Zentralisierte Finanzen, Zentralisierte Infrastruktur, Dezentrale Infrastruktur, Gaming und Konsum-/Sozialtechnologien. Der Opportunity Fund hingegen konzentriert sich auf Projekte, die das Unternehmen in seinen Seed- oder Series-A-Finanzierungsrunden möglicherweise übersehen hat.
Im Gespräch mit TechCrunch betonte Bogart, dass das Unternehmen keine Pläne habe, von seinem Kerngeschäft abzuweichen. „Wir haben nicht die Absicht, zu expandieren und ein KI-Fonds oder Hedgefonds zu werden, der mit Token handelt“, erklärte er. Er merkte außerdem an, dass ein Fonds mit einem Volumen von 2 Milliarden US-Dollar für das aktuelle Investitionsklima zu groß sei, da es schwierig sei, in dieser Größenordnung überzeugende Investitionsmöglichkeiten zu finden.
Strategische Partnerschaften und langfristige Vision
Die Kommanditisten des Unternehmens werden in zwei Gruppen unterteilt: strategische Kommanditisten wie Visa und PayPal sowie langfristig zugesagtes Kapital von Universitätsstiftungen, Family Offices und Staatsfonds. Strategische Partner sind besonders wertvoll, da sie als „Augen und Ohren vor Ort“ des Unternehmens fungieren und dazu beitragen, potenzielle Kooperationen zudent.
Blockchain Capital hat außerdem seine Investitionsstrategie geändert und übernimmt nun bei den meisten Finanzierungsrunden, an denen es beteiligt ist, die Führung. Durch diese Änderung kann das Unternehmen über 50 % der Finanzierung in diesen Runden bereitstellen und dadurch einen Sitz im Aufsichtsrat erhalten sowie Einfluss auf Finanzierung und Unternehmensführung nehmen.
Das Unternehmen plant, das Kapital je nach sich bietenden Gelegenheiten über einen Zeitraum von zwei bis fünf Jahren einzusetzen. Dieser flexible Zeitplan entspricht der langfristigen Vision des Unternehmens, in Blockchain-basierte Startups zu investieren, die die Zukunft des digitalen und finanziellen Lebens demokratisieren und breiter verteilen wollen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die jüngste Finanzierungsrunde von Blockchain Capital nicht nur das Vertrauen des Unternehmens in den Blockchain- und Kryptowährungssektor unterstreicht, sondern auch sein Engagement für langfristige, strategische Investitionen bekräftigt. Mit einem Fokus auf verschiedene Sektoren und einem flexiblen Investitionszeitraum ist das Unternehmen bestens aufgestellt, um die Komplexität der Kryptoindustrie zu meistern.
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