Bitcoin versuchte kürzlich, die 70.000-Dollar-Marke zu knacken, konnte den Aufwärtstrend aber nicht fortsetzen. Aktuell liegt der Kurs bei 66.398 Dollar, was Händler und Investoren ratlos zurücklässt. Auch die zunehmende makroökonomische Volatilität trägt nicht zur Entspannung bei.
Der NASDAQ ist seit seinem Höchststand um 10 % gefallen und hat Tech-Giganten wie die „Magnificent 7“ mitgerissen. Dieser Kursrückgang hat sich natürlich auch auf den Kryptowährungsmarkt ausgewirkt.

QCP Capital weist darauf hin, dass der Markt derzeit von hoher Volatilität geprägt ist. Long-Positionen im USD/JPY und Short-Positionen im USD/MXN werden aufgelöst, da Händler ihre Positionen schließen.
Der VIX sprang auf 19,50, nachdem er einige Monate lang relativ ruhig im Bereich von 12-14 gelegen hatte.
Warum sind die Märkte gefallen?
Mehrere Faktoren verschärfen die Situation. Erstens zwingen Value-at-Risk-Schocks (VaR) Risikomanager dazu, Händler anzuweisen, ihre Positionen zu reduzieren.
Dies hat zu vermehrten Verkäufen geführt, was die Preise drückt und dann wiederum zu mehr Volatilität führt – ein Teufelskreis.
Ein weiteres Problem ist, dass viele Aktien überbewertet sind und hohe Gewinnziele haben.
Wenn Unternehmen wie Microsoft ihre Ziele verfehlen, wie kürzlich bei ihren KI-Cloud-Umsätzen, erschüttert das das Vertrauen der Anleger. Die Microsoft-Aktien fielen nach Börsenschluss um 8 %.

Hinzu kommt die weltweite Risikoaversion. Währungen wie der australische und der neuseeländische Dollar haben stark an Wert verloren, trotz eines schwächeren US-Dollars.
Rohstoffe wie Öl und Kupfer sind ebenfalls stark gefallen und haben allein in diesem Monat 10 bis 15 Prozent an Wert verloren. Die Menschen sind verunsichert wegen einer globalen Konjunkturabschwächung, und das wirkt sich auf alle Bereiche aus, natürlich auch auf Kryptowährungen.
Die Reaktion der Kryptowährungen und der Kampf von Bitcoin
Ein Hoffnungsschimmer entstand durch einen Zufluss von 33,7 Millionen US-Dollar in Ethereum -Spot-ETFs. Dies verlieh Ethereum einen dringend benötigten Schub, insbesondere da es hinter Bitcoinzurückgeblieben war.
Doch offensichtlich reicht das nicht aus, um die allgemeine Stimmung zu ändern. Die US-Regierung transferierte kürzlich 30.000 BTC aus der Silk-Road-Beschlagnahmung, was jedoch keine massiven Kursstürze auslöste.
Dies ist das sechste Mal, dass Bitcoin die Marke von 70.000 US-Dollar nicht überschreiten konnte, und die Analysten von QCP sind hinsichtlich einer schnellen Erholung nicht optimistisch. Sie formulierten es so:
„Wir halten an unserer Ansicht fest, dass BTC weiterhin in einer Seitwärtsbewegung gehandelt wird. Unser Ziel ist ein Durchbruch der Marke von 4000, dem Höchststand von 2024.“
Sie fügten hinzu, dass sie erwarten, dass Ethereum in den nächsten Wochen zu Bitcoin aufschließen wird, insbesondere da die Abflüsse aus seinen ETFs nachlassen.
Die technischen Indikatoren sehen ebenfalls nicht gut aus. Die Bollinger-Bänder zeigen, dass Bitcoin-Kurs nahe am unteren Band liegt, was auf einen überverkauften Zustand hindeutet. Das Ausbleiben einertronErholung lässt jedoch auf ein schwaches Kaufinteresse schließen.

Die gleitenden Durchschnitte der letzten 50 und 200 Perioden liegen über dem aktuellen Kurs und fungieren als Widerstandsniveaus. Diese Konstellation deutet auf einen kurzfristigen Abwärtstrend hin.
Der On-Balance-Volume-Indikator sinkt, was auf ein rückläufiges Kaufvolumen hindeutet. Anleger scheinen zögerlich zu sein, zu höheren Preisen zu kaufen, was auf weitere Kursverluste hindeuten könnte. Der RSI liegt bei 51,09 und damit im neutralen Bereich.
Was kommt als Nächstes? BitcoinUnfähigkeit, sich über 70.000 US-Dollar zu halten, könnte auf eine Konsolidierungsphase oder sogar weitere Kursverluste hindeuten. Die nächste wichtige Unterstützung liegt bei 65.863 US-Dollar. Sollte Bitcoin unter diese Marke fallen, könnte er in Richtung 65.000 oder sogar 64.000 US-Dollar sinken.

