Zusammenfassung (TL;DR)
- Der BIZ-Chef sagt, Bitcoin könnte zusammenbrechen.
- Carstens hebt auch die Herausforderungen hervor, die von Stablecoins ausgehen.
- Zentralbanken sollten digitale Währungen ausgeben.
Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hat Krypto-Investoren vor Bitcoin gewarnt, da der führende Krypto-Währungsträger möglicherweise zusammenbrechen könnte. Dies erklärte der Bankmanager Agustín Carstens in einer Rede vor der Hoover Institution.
Carstens sagt, Bitcoin könnte zusammenbrechen
Laut Carstens würde Bitcoin mit Annäherung an die Gesamtmenge von 21 Millionen Einheiten anfälliger für Angriffe werden. Es wäre nicht das erste Mal, dass der BIZ-Manager Kritik an der Kryptowährung äußert.
2018 bezeichnete digitale Vermögenswerte als Blase, Schneeballsystem und Umweltkatastrophe. Er fügte hinzu, dass Kryptowährungen aufgrund ihrer Volatilität, der hohen Transaktionskosten und des mangelnden Schutzes für Verbraucher und Anleger nicht als Geldersatz geeignet seien. Abschließend erklärte er, dass Kryptowährungen weder als Wertspeicher noch als Recheneinheiten taugen. Zentralbanken und Finanzbehörden sollten den Verbindungen zwischen diesen Vermögenswerten und Fiatwährungen besondere Aufmerksamkeit widmen.
Carstens hebt zudem hervor, dass Stablecoins auch Probleme mit sich bringen, insbesondere wenn sie von einer privaten Institution unterstützt werden; dies wirft Fragen der Governance auf. Er nennt Libra, das von Facebook vorgeschlagen wurde, als Beispiel für einen solchen Stablecoin mit entsprechenden Problemen.
Carstens fordert die Zentralbanken zur Ausgabe von CBDCs auf
Der BIZ-Chef hat die Zentralbanken der Länder weltweit dringend aufgefordert, eigene digitale Zentralbankwährungen (CBDC) herauszugeben. Laut Carstens sollten Zentralbanken, falls überhaupt Bedarf an digitalen Währungen besteht, diese auch ausgeben.
Es ist anzumerken, dass Länder weltweit bereits mit der Arbeit an CBDC Bitcoin nutzen, um eine digitale Währung zu schaffen, die ihre Fiatwährung wirksam ergänzen soll.
China ist mit seinem Projekt „Digitaler Yuan“ derzeit führend. Das asiatische Land hat bereits einen zweiten Testlauf des Digitalen Yuan gestartet. Die Behörden hatten die Währung bereits im Oktober 2020 getestet. Damals wurden digitale Yuan im Wert von 3 Millionen US-Dollar über ein Lotterieverfahren an 100.000 Bürger des Landes verteilt.
Auch andere Länder wie Japan, Russland, die Bahamas und viele weitere verzeichnen ein Wachstum bei ihren Bemühungen um eine nationale digitale Währung. Die BIZ hat Zentren zur Erforschung dieser Projekte eingerichtet.
Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) ist eine in Basel ansässige Bank, die als Zentralbank für die obersten Banken der Länder fungiert.

