Laut einem neuen Bericht der australischen Bundespolizei haben Australier in den letzten zwölf Monaten 122 Millionen Dollar (fast 180 Millionen australische Dollar) durch Kryptobetrug verloren. Die meisten Opfer sind unter 50 Jahre alt.
Im vergangenen Jahr entstanden durch Anlagebetrug Verluste in Höhe von insgesamt 269 Millionen US-Dollar. Wie die AFP berichtete, betrafen 47 % dieser Betrügereien Kryptowährungen.
Kryptobetrüger nutzen Deepfakes und Schweineschlachtung
Die AFP gab bekannt, dass Betrüger vor allem Deepfakes und die Manipulation von Schweineschlachtungen einsetzen, um ihre Opfer zu täuschen.
Beim sogenannten „Schweineschlachten“ wird über soziale Medien eine emotionale Bindung zum Opfer aufgebaut, um es anschließend zu einer betrügerischen Investition zu verleiten. Deepfakes hingegen sind gefälschte Videos oder Audiodateien, die von einflussreichen Persönlichkeiten oder Prominenten stammen und dazu dienen, Opfer solcher Betrügereien anzulocken. Elon Musk von Tesla ist dabei das beliebteste Ziel für Deepfakes.
Wenn ich auf YouTube nach „Bitcoinbitcoinbitcoin bitcoinbitcoinbitcoinbitcoin bitcoinbitcoin und Ethereums an es zu senden. Es zeigt über 170.000 Zuschauer an. Habt ihr denn gar kein Schamgefühl, @YouTube ? pic.twitter.com/keBaZ18bnI
— Tomer Strolight (@TomerStrolight) 27. Juli 2024
Richard Chin, stellvertretender Kommissar der AFP, teilte die wichtige Information über das Alter der Opfer mit. Laut den gesammelten Berichten sind 60 % der Opfer unter 50 Jahre alt. Ältere Bevölkerungsgruppen über 50, die als leichtere Ziele für Kryptobetrug gelten, stellen dem Bericht zufolge nicht die größte Opfergruppe dar.
„Betrüger versprechen hohe Renditen bei geringem Risiko und nutzen überzeugendes Marketing und neue Technologien, um die Investition so attraktiv erscheinen zu lassen, dass man sie nicht verpassen darf.“
Chin sagte.
Die australische Regierungswebsite Scamwatch zeigt , dass Anlagebetrug die häufigste Ursache für Geldverluste bei Bürgern ist. Im Gegensatz zu den Daten der AFP (Australian Federal Police) zeigt sie auch, dass Menschen über 50 besonders gefährdet sind, Opfer solcher Betrügereien zu werden.
Laut Chin ist es möglich, dass mehr Menschen Opfer dieser Betrügereien werden. Er vermutet, dass die Opfer sich des Betrugs nicht bewusst sind oder aus Scham keine Anzeige erstatten. Er sagte: „Wenn ein Investitionsangebot zu gut klingt, um wahr zu sein, dann ist es das wahrscheinlich auch nicht.“

