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Australien geht mit Geldstrafen von 10 % gegen unseriöse Kryptobörsen vor

In diesem Beitrag:

  • Nach den vorgeschlagenen Regeln müssen Kryptobörsen eine australische Finanzdienstleistungslizenz erwerben.
  • Das Finanzministerium erklärt, der Lizenzierungsrahmen werde die Verbraucher schützen.
  • Die Bundesregierung arbeitet außerdem an einem Lizenzierungsrahmen für Stablecoins.

Das australische Finanzministerium gab am Donnerstag bekannt, dass Kryptobörsen und andere Plattformen für digitale Vermögenswerte künftig eine australische Finanzdienstleistungslizenz (AFSL) benötigen und strenge neue Auflagen erfüllen müssen. Unternehmen, die gegen diese Bestimmungen verstoßen, müssen mit Strafen von bis zu 10 % ihres Jahresumsatzes rechnen.

Die Daten des Australian Transaction Reports and Analysis Centre zeigen, dass etwa 400 Krypto-Börsen bei der australischen Aufsichtsbehörde, der Australian Securities and Investments Commission, registriert sind, aber nur ein Bruchteil davon ist aktiv tätig.

Mulino sagt, der Lizenzierungsrahmen werde das Wachstum der Kryptoindustrie unterstützen

In einer Konsultation teilte das Finanzministerium mit, dass der Gesetzesentwurf das Unternehmensgesetz von 2001 ändern würde, um „digitale Vermögensplattformen und tokenisierte Verwahrungsplattformen zu erfassen, indem jede als neues Finanzprodukt eingeführt wird“.

Laut einem Informationsblatt des Finanzministeriums würden damit digitale Vermögensplattformen (DAPs) und tokenisierte Verwahrungsplattformen (TCPs) als Finanzprodukte eingestuft und somit in vollem Umfang den Lizenzierungsvorschriften und Verbraucherschutzbestimmungen unterworfen.

„Der Schwerpunkt des Rahmenwerks liegt auf Unternehmen, die Vermögenswerte im Auftrag von Kunden halten, und nicht auf den digitalen Vermögenswerten selbst“, erklärte das Finanzministerium und wies darauf hin, dass digitale Vermögenswerte bereits unter die bestehenden staatlichen Rahmenbedingungen fallen und wie andere Vermögenswerte behandelt werden.

Derzeit sind in Australien lediglich die Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche und zur Kundenidentifizierung (KYC) die Anforderungen für Kryptoplattformen. Die neuen Gesetzesvorschläge werden die Aufsicht jedoch durch die Pflicht zur Registrierung bei der australischen Finanzaufsichtsbehörde (AFSL) ausweiten.

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Die Strafen für Verstöße, einschließlich unredlichen oder irreführenden Verhaltens, würden auf den jeweils höheren der folgenden Beträge festgelegt: 16,5 Millionen australische Dollar, das Dreifache des erzielten Vorteils oder 10 % des Jahresumsatzes. Die Regeln können jedoch noch geändert werden; Branchenteilnehmer haben die Möglichkeit, den Entwurf bis zum 24. Oktober zu kommentieren. 

In den vergangenen Monaten haben die wichtigsten Regulierungsbehörden des Landes, darunter die Finanzaufsicht, die Steuerbehörde und die Zentralbank, vor dem zunehmenden Engagement australischer Anleger in Krypto-Assets gewarnt. Im August ordnete AUSTRAC Binance Australia sogar an, einen externen Wirtschaftsprüfer zu beauftragen, da Bedenken hinsichtlich der Einhaltung der Vorschriften bestanden.

Bislang hat das Finanzministerium erklärt, die geplanten Regeln würden den Schutz von Krypto-Konsumenten verbessern. Der stellvertretende Finanzminister Daniel Mulino erklärte, die Reformen sollten den Sektor fördern und gleichzeitig Australier vor potenziellen Verlusten schützen. Er betonte, die Regulierung werde das Vertrauen der Anleger in digitale Vermögenswerte stärken. Er merkte an: „Es geht darum, seriöse Akteure zu legitimieren und unseriöse auszuschließen.“

John O'Loghlen, Australian Country Director und APAC Managing Director von Coinbase, kommentierte ebenfalls: „Eine klare und zweckmäßige Regulierung wird das Wirtschaftswachstum fördern, die Auswahlmöglichkeiten für die Verbraucher erweitern und sicherstellen, dass Australien im globalen Wettbewerb bestehen bleibt. Wir freuen uns auf die konstruktive Zusammenarbeit mit Regierung und Wirtschaft im Zuge des Gesetzgebungsverfahrens.“

Darüber hinaus merkte Jonathon Miller, Geschäftsführer von Kraken, an, dass er erfreut sei, den Entwurf nach einer gründlichen Zusammenarbeit zwischen Branchenakteuren und Regulierungsbehörden endlich veröffentlicht zu sehen.

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Die australische Regierung plant die Einführung von Lizenzierungsregeln für Stablecoins

Laut Bundesregierung sind die Schöpfer digitaler Vermögenswerte und Unternehmen, die Kryptowährungen für nichtfinanzielle Zwecke nutzen, von der Gesetzgebung ausgenommen. Das bedeutet, dass Token, die in Videospielen verwendet werden, und künstlerische NFTs weiterhin nicht unter die Regulierung fallen.

Es wurde außerdem darauf hingewiesen, dass Token, die als Finanzprodukte fungieren, unter die geltenden Vorschriften fallen und die ASIC im November klarstellen wird, welche Token eine AFSL benötigen. Kleinere Plattformen, die jährlich Transaktionen im Wert von unter 10 Millionen US-Dollar abwickeln und weniger als 5.000 US-Dollar pro Kunde verwalten, sind von dieser Regelung ausgenommen.

Die Behörden des Landes arbeiten parallel an einem umfassenden Lizenzierungssystem für Zahlungen, das auch digitale Vermögenswerte wie Stablecoins . Die australische dent APRA könnte Stablecoin-Emittenten beaufsichtigen, sobald der neue Rahmen für „Wertpapierspeicher“ implementiert ist.

Die ASIC hat kürzlich zwei an den australischen Dollar gekoppelte Stablecoins, AUDM von Macropod und AUDF von Forte, lizenziert und sie alscash Zahlungsmittel eingestuft. Zusätzlich beflügelt wird diese Entwicklung durch die Ankündigung von Coinbase vom Mittwoch, einen dritten australischen Dollar-Stablecoin, AUDD, einzuführen, der es Nutzern in Australien ermöglicht, diesen zu kaufen, zu verkaufen, umzutauschen und zu transferieren.

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