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AT&T erneut vor Gericht wegen Krypto-Diebstahls im Wert von 24 Millionen Dollar durch SIM-Swap

In diesem Beitrag:

  • Ein Bundesberufungsgericht hat die Klage von Michael Terpin gegen AT&T wieder aufgenommen.
  • In der Klage wird behauptet, AT&T habe Hackern nach Zahlung von Bestechungsgeldern die Kontrolle über Terpins Telefonnummer ermöglicht.
  • Beobachter fordern, dass Telekommunikationsunternehmen zur Rechenschaft gezogen werden.

Der Telekommunikationsriese AT&T sieht sich in einem Fall um einen SIM-Swap-Hack erneut mit rechtlichen Herausforderungen konfrontiert. Ein Bundesberufungsgericht nahm eine Klage wieder auf, in der ein Kunde Kryptowährungen im Wert von über 24 Millionen US-Dollar verlor, nachdem das Unternehmen Hackern angeblich die Kontrolle über eine mit seinen Krypto-Konten verknüpfte Telefonnummer ermöglicht hatte.

Der Rechtsstreit begann 2020, als der Krypto-Investor Michael Terpin Ellis Pinsky verklagte und ihm vorwarf, durch einen SIM-Karten-Tausch haben. Der damals erst 15-jährige Pinsky soll jedoch einen AT&T-Mitarbeiter bestochen haben, um an Terpins SIM-Karten-Informationen zu gelangen. Dadurch konnte er die Zwei-Faktor-Authentifizierung für Terpins Krypto-Wallet umgehen.

Fall um 24 Millionen Dollar schweren SIM-Swap-Hack wieder aufgerollt

Laut den Gerichtsakten hatte Kläger Michael Terpin geltend gemacht, dass das Bundeskommunikationsgesetz (Federal Communications Act) trotz Abweisung weiterhin Gültigkeit habe, da er eine verhandlungsfähige Frage aufgeworfen habe. Im Rahmen des Verfahrens wird geprüft, ob AT&T einem Hacker Zugang zu durch das Gesetz geschützten Informationen gewährte, indem das Unternehmen ihm einen SIM-Karten-Tausch ermöglichte.

Dieser komplexe Fall brachte Pinsky den Spitznamen „Baby Al Capone“ ein. Das Berufungsgericht des neunten Bezirks hatte kürzlich mehrere Urteile zugunsten von AT&T bestätigt. Allerdings ließ das Gericht eine zentrale Klage nach Paragraf 222 des US-amerikanischen Kommunikationsgesetzes (Federal Communications Act) wieder zu.

Dies lässt darauf schließen, dass Terpin weiterhin 24 Millionen Dollar Schadenersatz zuzüglich Zinsen und Anwaltskosten, die sich auf rund 45 Millionen Dollar belaufen, von dem Kommunikationsgiganten fordern kann.

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Michael Terpin hatte den mutmaßlichen Hacker Ellis Pinsky bereits auf 71,4 Millionen US-Dollar verklagt. Pinsky hatte rund 2 Millionen US-Dollar zurückgezahlt. Der Krypto-Investor gewann 2019 einen Prozess über 75,8 Millionen US-Dollar gegen Nicholas Truglia, einen Komplizen von Baby Al Capone.

Pinsky hat inzwischen sein Studium an der New York University abgeschlossen. Berichten zufolge hat er sich bereit erklärt, in dem laufenden Verfahren gegen AT&T auszusagen. Dieser Schritt könnte die rechtliche Handlungsfähigkeit von Telekommunikationsunternehmen erheblich beeinträchtigen.

Sim-Swap-Hacks sind zu einem Problem geworden 

Der Blockchain-Experte ZachXBT äußerte sich zu dem Fall. Er äußerte die Hoffnung, dass Terpin gegen AT&T Erfolg haben werde. Er schlug vor, dass US-Telekommunikationsunternehmen für all diese SIM-Karten-Tauschgeschäfte zur Rechenschaft gezogen werden müssten.

 

Er bezog sich auf eine Untersuchung vom August 2023, in der er aufdeckte, dass bei 54 SIM-Swaps, die gezielt gegen Mitglieder der Krypto-Community eingesetzt wurden, über 13,3 Millionen US-Dollar gestohlen wurden. Er erwähnte, dass Betrüger nach dem Hacken eines Kontos versuchen, durch falsche Behauptungen ein Gefühl der Dringlichkeit zu erzeugen, um an das Vermögen ihrer Opfer zu gelangen.

ZachXBT riet dringend davon ab, SMS-2FA zu verwenden, und empfahl stattdessen, zur Sicherung von Konten eine Authentifizierungs-App oder einen Sicherheitsschlüssel zu nutzen.

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