Apples Präsentation des iPhone 16 am 9. September 2024 hat Investoren und Verbraucher in China wenig beeindruckt, insbesondere da die erwarteten KI-Funktionen sich noch in der Beta-Testphase befinden. Huawei hat den Wettbewerb auf dem globalen Smartphone-Markt mit der Einführung des branchenweit ersten dreifach faltbaren Smartphones, dem Mate XT, weiter verschärft.
Der Vergleich der beiden Produkteinführungen verdeutlicht Apples Herausforderung, die Marktführerschaft zu behaupten, da Huawei trotz der US-Sanktionen weiter wächst. Apples neues iPhone 16 verfügt zwar über KI-Funktionen zur Verbesserung von Siri und der Kamera, diese befinden sich jedoch noch in der Testphase und werden erst im nächsten Jahr verfügbar sein.
Chinesische Nutzer äußern Enttäuschung über die KI-Einschränkungen des iPhone 16
Apple Intelligence, ein neues KI-System, wurde bei der Vorstellung des iPhone 16 ebenfalls prominent präsentiert. Der Technologiekonzern gab jedoch bekannt, dass die chinesische Sprachfunktion des Systems erst im nächsten Jahr eingeführt wird.
Dies hat bei chinesischen Nutzern Besorgnis ausgelöst, da sie die KI als eines der Hauptmerkmale erwartet hatten. Der Beitrag „iPhone 16: Chinesische Version unterstützt noch keine KI“ auf Weibo erreichte über 11 Millionen Aufrufe, und viele stellten die Bedeutung des neuen iPhones infrage, wenn diese Funktionen fehlen.
Zudem äußerten einige Nutzer Zweifel daran, ob das KI-System aufgrund der chinesischen Gesetze zur generativen KI überhaupt in Festlandchina funktionieren würde. Derzeit sind 188 große Sprachmodelle von der chinesischen Regierung für die öffentliche Nutzung zertifiziert; keines davon stammt von ausländischen Unternehmen, darunter auch Apple. Apple erklärt auf seiner Website, dass KI-Funktionen in seinen Produkten in China nur dann verfügbar sein werden, wenn die Regulierungsbehörden dies genehmigen. Ob dies der Fall sein wird, ist weiterhin unklar.
Huaweis Mate XT erzielt trotz hohem Preis Millionen von Vorbestellungen
Am selben Tag wie Apples Veranstaltung kündigte Huawei das Mate XT an, ein dreifach faltbares Smartphone zum Preis von 2.800 US-Dollar. Das Gerät verfügt außerdem über verschiedene KI-Technologien, wie Textzusammenfassung, Übersetzung und KI-basierte Bildbearbeitung.
Obwohl das Mate XT recht teuer ist und Produktionsengpässe auftreten können, wurden bereits über 4 Millionen Vorbestellungen verzeichnet. Huaweis lokale Präsenz und die Einhaltung chinesischer Gesetze erwiesen sich angesichts der aktuellen Nachfrage nach lokal produzierten Produkten ebenfalls als Vorteile.
Einige chinesische Nutzer haben das iPhone 16 als „den letzten Tropfen Zahnpasta in der Tube“ bezeichnet, da es hardwareseitig kaum Neuerungen bietet. Diese Analogie, die auf Weibo veröffentlicht wurde, verdeutlicht, dass sich das neueste Apple-Modell nicht wesentlich vom Vorgänger unterscheidet.
Apples Marktanteil in China sinkt deutlich
Apples rückläufige Performance in China, wo das Unternehmen einst einetronMarktposition innehatte, verdeutlicht den zunehmenden Wettbewerb durch lokale Hersteller wie Huawei. Laut einem Bericht von Canalys sanken die iPhone-Auslieferungen in China im zweiten Quartal 2024 um 6,7 Prozent, und Apple rutschte auf den sechsten Platz im Markt ab.
Das Marktforschungsunternehmen Counterpoint gab , dass die iPhone-Verkäufe im ersten Quartal 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 19,2 % und im zweiten Quartal um weitere 5,7 % zurückgingen. Huawei hingegen kehrte letztes Jahr mit dem Mate 60 Pro in den High-End-Markt zurück, obwohl die US-Sanktionen noch in Kraft waren.
Obwohl Apple zu den wertvollsten Marken der Welt zählt, sieht sich das Unternehmen in China zunehmenden Schwierigkeiten gegenüber. Das Mate XT und das iPhone 16 werden voraussichtlich am 20. September 2024 auf den Markt kommen.

