Die Risikokapitalfinanzierung in den USA erreichte im zweiten Quartal 55,6 Milliarden US-Dollar und damit den höchsten Quartalswert seit zwei Jahren. Laut Daten von PitchBook lagen die von KI-Unternehmen eingeworbenen Mittel im zweiten Quartal 47 % über dem Wert des ersten Quartals, in dem 37,8 Milliarden US-Dollar verbucht wurden.
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Der deutliche Anstieg der Risikokapitalfinanzierung lässt sich direkt auf die hohen Investitionen in KI-Unternehmen zurückführen. Im Mai sammelte xAi, ein von Elon Musk gegründetes KI-Start-up, in einer Serie-B-Finanzierungsrunde 6 Milliarden US-Dollar ein, um mit OpenAI, dem Entwickler von ChatGPT, konkurrieren zu können. Ein weiterer bemerkenswerter Deal war der von CoreWeave, das 1,1 Milliarden US-Dollar einnahm.
Risikokapitalfinanzierung erholt sich vom Einbruch 2023
Das erneute Interesse an KI-Technologie und ihrem hohen Renditepotenzial hat die Risikokapitalfinanzierung wieder angekurbelt, die im Vorjahr rückläufig war. Die US-amerikanischen Risikokapitalinvestitionen waren seit ihrem Höchststand von 97,5 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal 2021 kontinuierlich gesunken und fielen im zweiten Quartal 2023 aufgrund hoher Zinsen und eines schleppenden Exit-Marktes auf 35,4 Milliarden US-Dollar. Die jüngsten Kapitalzuflüsse in KI-Startups haben die Finanzierung jedoch wieder angezogen, da Investoren verstärkt an Unternehmen interessiert sind, die an KI-Grundlagenmodellen und -Anwendungen wie Programmierhilfen und Produktivitätstools arbeiten.
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Trotz steigender Transaktionsaktivität bleiben Exits weiterhinmatic. Kleinere Transaktionen generierten im zweiten Quartal einen Exit-Wert von rund 23,6 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 37,8 Milliarden US-Dollar im ersten Quartal. Der Markt für Börsengänge (IPOs) bleibt weiterhin schwach, da nur wenige Venture-Capital-finanzierte Unternehmen an die Börse gehen. Rubrik, ein Anbieter von Cloud-Datenmanagement, gehört zu den wenigen Ausnahmen.
Analysten fordern mehr Tech-IPOs, um die Renditen von Risikokapitalfonds zu steigern
PitchBook-Analyst Kyle Stanford Laut müssen mehr große Technologieunternehmen schneller an die Börse gehen, damit die Renditen von Risikokapital steigen. Der schleppende IPO-Markt stellt weiterhin eine Belastung für aufstrebende Risikokapitalfondsmanager dar, da ihnen erfolgreiche Börsengänge fehlen. Im ersten Halbjahr wurden lediglich 37,4 Milliarden US-Dollar an neuen Fonds eingeworben, wobei große Unternehmen wie Andreessen Horowitz neue Fonds mit einem Volumen von über 7 Milliarden US-Dollar auflegten.
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Laut einer aktuellen Studie von Mountside Venturessind rund 40 % der befragten Corporate-Venture-Capital-Gesellschaften (CVCs) gezielt an B2B-Unternehmen interessiert, die Lösungen im Bereich KI und ML anbieten. Die Umfrage, die unter 100 globalen CVC-Investoren mit einem verwalteten Vermögen von über 20 Milliarden Pfund und Beteiligungen an über 1.200 Startups und Venture-Capital-Gesellschaften durchgeführt wurde, zeigt einen strategischen Fokus auf diese innovativen Technologien.
„Aus diesem Bericht geht klar hervor, dass die Verfügbarkeit von Unternehmensfinanzierung für Startups noch nie so hoch war“, sagte Tom Savage, Investment Associate bei Mountside Ventures.
Dem Bericht zufolge hat sich das Engagement von CVCs bei Transaktionen deutlich erhöht: von einer von zehn Transaktionen im Jahr 2010 auf eine von vier bis 2024.
Cryptopolitan Berichterstattung von Brenda Kanana

