Seit Beginn der weltweiten Coronavirus-Pandemie hat es in der Tech-Welt einen sprunghaften Anstieg von Betrugsfällen und Hackerangriffen gegeben. Der jüngste Fall betrifft die Veröffentlichung von Daten von über 800.000 Telegram-Nutzern in Millionenhöhe im Darknet.
Laut der russischen Webseite kod.ru wurde bestätigt, dass die Instant-Messaging-Plattform gehackt wurde, nachdem eine Datenbank mit Nutzerdaten im Darknet entdeckt worden war.
Hacker manipulieren die Importfunktion, um an die Daten von Telegram-Nutzern zu gelangen
Berichten zufolge gelang es Hackern, mithilfe der Datenimportfunktion oder der Messenger-App Daten von Telegram-Nutzern zu stehlen. Die im Darknet veröffentlichte Datenbank soll Informationen zu Millionen von Nutzern enthalten, darunter Telefonnummern, Telegram-Nutzer-IDs und weitere Daten.
Die Größe der durchgesickerten Daten beträgt rund 900 Megabyte, wie die Daten ins Darknet gelangten, bleibt ein Rätsel.
Die russische Website berichtet, dass Telegram den Datenverstoß bestätigt hat und erklärt, die Hacker hätten sich über die Importfunktion und eine Sicherheitslücke im Registrierungsmodul Zugang zum System verschafft. Telegram weist außerdem darauf hin, dass die meisten der geleakten Daten veraltet sind: 80 Prozent der Daten wurden vor Juni letzten Jahres erhoben, 60 Prozent davon sind mittlerweile ungültig.
Der Datendiebstahl bei Telegram ist nur der jüngste Hackerangriff seit Beginn der Pandemie. Cyberkriminelle haben die Pandemiezeit genutzt, um ihre Aktivitäten zu intensivieren, wobei große Unternehmen besonders häufig angegriffen wurden.
Ein sprunghafter Anstieg von Datenschutzverletzungen
Wie bereits erwähnt, hat die Zahl der Hackerangriffe und Cyberkriminalität in den letzten Wochen zugenommen. Diese Angriffe liefern Unternehmen den Kriminellen aus, die die gestohlenen Daten gerne im Darknet verkaufen.
Berichten zufolge veröffentlichte vor wenigen Wochen ein bekannter Hacker drei Datenbanken in einem Forum, die Informationen über Nutzer der drei großen Krypto-Wallet-Hersteller Ledger, Trezor und KeepKey enthielten. Eine Cybersicherheits-Überwachungsseite entdeckte den Datenverstoß. Der Hacker hatte die Daten von über 75.000 Telegram-Nutzern hochgeladen, darunter Namen, Adressen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen.

