Asiens Kryptomarkt ist stets in Bewegung, und diese Woche bildete keine Ausnahme. Mit bahnbrechenden Entwicklungen von Japan bis Hongkong und regulatorischen Änderungen in Russland und Südkorea wollen wir uns die Details genauer ansehen.
japanische Liberaldemokratische Partei (LDP) präsentierte letzte Woche mit der Veröffentlichung des Web3-Weißbuchs 2024 eine ambitionierte Vision. Sie plant Großes: Dezentrale Autonome Organisationen (DAOs) sollen Rechtsansprüche erhalten, ein Bitcoin ETF wird erwogen, und Steuerreformen sowie Stablecoins sollen gefördert werden, um Innovationen ohne Zugangsbeschränkungen zu ermöglichen. Japan will sich zu einem globalen Zentrum für Web3 entwickeln.
Russland scheint seine harte Haltung gegenüber Kryptowährungen zumindest international aufzuweichen. Elvira Nabiullina, die Gouverneurin der russischen Zentralbank, sprach von einer beschleunigten Bearbeitung eines Gesetzesentwurfs zur Nutzung von Kryptowährungen für internationale Zahlungen. Allerdings gibt es dabei einen Haken: Die Nutzung ist nur unter streng kontrollierten, experimentellen rechtlichen Rahmenbedingungen möglich. Im Inland ist die Verwendung von Kryptowährungen im Zahlungsverkehr weiterhin ausgeschlossen, da sie nicht wie traditionelles Geld reguliert werden können.
In Südkorea ist der Won die führende Kryptowährung und überholte im ersten Quartal 2024 den US-Dollar beim Handelsvolumen. Satte 456 Milliarden US-Dollar wurden an den Börsen in Won gehandelt und übertrafen damit die 445 Milliarden US-Dollar des Dollars deutlich. Der lokale Markt wird größtenteils von wenigen lizenzierten Börsen dominiert, wobei Upbit über 80 % Marktanteil hält. Interessanterweise übertraf der Kryptohandel im März kurzzeitig sogar die Aktienmarktaktivität.
Hongkong macht Kryptowährungen massentauglicher. Drei Fondsgesellschaften erhielten von der Securities and Futures Commission (SFC) die Genehmigung, Anlegern den direkten Kauf Bitcoin und Ethereum über Wertpapierdepots zu ermöglichen, wodurch die Verwaltung mehrerer Börsenkonten entfällt. Gary Tiu von OSL merkte an, dass die Krypto-ETFs in Hongkong zwar noch nicht an den Shanghai-Hong Kong Stock Connect angebunden sind, die Aussichten für eine zukünftige Integration jedoch positiv seien.
Binance feiert unterdessen sein Comeback in Indien, ist bereit, eine Geldstrafe von 2 Millionen US-Dollar zu begleichen und sich bei der indischen Finanzermittlungsbehörde (Financial Intelligence Unit) zu registrieren. Damit verpflichtet sich Binance zur strikten Einhaltung der lokalen Finanzgesetze, insbesondere der Anti-Geldwäsche-Bestimmungen und Steuergesetze.
Dubai stand vor einer unerwarteten Herausforderung: Rekordverdächtige Regenfälle beeinträchtigten die Krypto-Veranstaltung Token 2049. Überschwemmungen führten zu Chaos, woraufhin Teilnehmer wie Garrison Yang, CMO von io net, und mehrere Krypto-Gruppen den Gestrandeten halfen. Das Unwetter brachte auch den Flugplan durcheinander und verschärfte das Chaos zusätzlich.
Im Unternehmensgeschehen gibt es bei OKX bedeutende Veränderungen in der Führungsetage. Tim Byun, zuvor CEO von Okcoin und später Leiter der Regierungsbeziehungen, hat das Unternehmen zusammen mit Produktleiter Wei Lan verlassen. Dies ist Teil eines umfassenderen Rebrandings, im Zuge dessen die US-spezifische Markenstrategie schrittweise eingestellt wird.
Tether kooperieren , um die Aufklärung über digitale Vermögenswerte in der Türkei und im Nahen Osten voranzutreiben. Die Vereinbarung konzentriert sich auf Bildungsinitiativen, grenzüberschreitende Zahlungslösungen und die Unterstützung lokaler Finanzinstitute bei der Einhaltung der Krypto-Vorschriften.
Zum Schluss noch eine Promi-News aus Hongkong: Schauspieler Stephen Fung feierte seinen Jahrestag mit Shu Qi und präsentierte Azuki auf den Partyfotos – eine Mischung aus Popkultur und digitalen Kunsttrends.
In Asiens Kryptoindustrie wird es nie langweilig.

