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Warum die Zinssenkung der Federal Reserve im September um 0,5 % erfolgen sollte

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Warum die Zinssenkung der Federal Reserve im September um 0,5 % erfolgen sollte

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In diesem Beitrag:

  • Michael Feroli von JPMorgan ist der Ansicht, dass die US-Notenbank die Zinssätze im September um 0,5 % senken sollte, um die Wirtschaft zu stabilisieren.
  • Die Inflation liegt leicht über dem Zielwert, aber die Arbeitslosigkeit steigt, daher könnte zu langes Warten die Lage verschlimmern.
  • Eine stärkere Kürzung könnte zwar die Ausgaben und Investitionen ankurbeln, birgt aber Risiken wie die Entstehung potenzieller Vermögensblasen.

Die US-Notenbank Federal Reserve senkt diesen Monat endlich die Zinsen. Viele erwarten eine moderate Senkung um 0,25 Prozentpunkte, doch Michael Feroli, Chefökonom von JPMorgan, fordert eine deutlichere Senkung um 50 Basispunkte (0,5 Prozent).

Seine Begründung lautet, dass eine geringere Senkung nicht ausreichen wird, um die Stabilität zu gewährleisten. Derzeit liegt der Zielzins der Fed zwischen 5,25 % und 5,50 %, und Feroli hält das für zu hoch. 

Er ist der Ansicht, dass der neutrale Zinssatz – bei dem die Fed die Wirtschaft weder ankurbelt noch bremst – eher bei 4 % liegen sollte. Das bedeutet, dass die Fed derzeit etwa 150 Basispunkte über dem optimalen Niveau liegt. Feroli sagte:

„Wir glauben, dass es gute Gründe dafür gibt, das Tempo der Zinssenkungen zu beschleunigen.“

Laut dem CME FedWatch Tool schätzen Händler die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung der Fed um 50 Basispunkte auf 39 %, wodurch sich die Zielspanne von 4,75 % auf 5 % verringern würde. Die meisten erwarten jedoch eine Senkung um 25 Basispunkte mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 61 %. 

„Wer wartet, bis die Inflation wieder bei 2 % liegt, hat wahrscheinlich zu lange gewartet“, sagte Feroli. Die Inflation liegt derzeit nur knapp über diesem Zielwert, aber die Arbeitslosigkeit steigt. 

Der Arbeitsmarkt verzeichnete im August das schwächste Wachstum der privaten Beschäftigung seit Anfang 2021, und die Arbeitslosenquote stieg im Juli auf 4,3 %. Dies löst Alarm aus, unter anderem im Rahmen der Sahm-Regel, die bei einem starken Anstieg der Arbeitslosigkeit Rezessionswarnungen auslöst.

Siehe auch  EOS Preis: Anstieg um 8,45 Prozent.

Trotz des sich abschwächenden Arbeitsmarktes glaubt Feroli nicht an einen wirtschaftlichen Zusammenbruch. Er merkt jedoch an, dass, wenn die Lage wirklich am Ende wäre, deutlich ernsthafter über eine Zinssenkung von mehr als 50 Basispunkten gesprochen würde.

Natürlich birgt dies ein großes Risiko. Zu starke Zinssenkungen könnten riskantes Verhalten an den Finanzmärkten auslösen und zu Blasenbildung in Bereichen wie Immobilien oder Aktien führen. 

Wenn Kredite günstig sind, investieren Anleger vermehrt in risikoreichere Anlagen. Steigen die Preise in diesen Märkten, ebnet dies den Weg für einen Crash, wenn diese Blasen unweigerlich platzen.

Die US-Notenbank Fed wird ihre Entscheidung auf ihrer Sitzung am 17. und 18. September bekanntgeben. Eine stärkere Zinssenkung könnte der Wirtschaft den nötigen Anstoß geben, um weiter zu wachsen, ohne dass die Inflation außer Kontrolle gerät. 

Gleichzeitig könnte eine zu langsame Senkung der Zinssätze dazu führen, dass die Arbeitslosigkeit zu hoch angestiegen ist, wenn die Inflation wieder unter Kontrolle ist.

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