Your bank is using your money. You’re getting the scraps.WATCH FREE

Mit der Versicherungsstrategie der FDIC stimmt etwas grundlegend nicht

In diesem Beitrag:

  • Die FDIC verkauft insolvente Banken an den Höchstbietenden, wobei aufgrund einer Regelung zum „niedrigsten Kostentest“ aus dem Jahr 1991, die darauf abzielt, die Auswirkungen auf den Versicherungsfonds der FDIC zu minimieren, oft Megabanken bevorzugt werden.
  • Diese Regel schützt zwar den Versicherungsfonds, verstärkt aber leider die Marktkonzentration, da sie es großen Banken ermöglicht, kleinere Banken leichter zu übernehmen.
  • Die Praxis, an Megabanken zu verkaufen, könnte den Wettbewerb ersticken, da kleinere, potenziell konkurrenzfähige Angebote von der Finanzkraft größerer Institute in den Schatten gestellt werden.

Kommen wir gleich zur Sache: Es gibt ein großes, komplexes Problem mit der Art und Weise, wie die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) Banken absichert, und es ist an der Zeit, darüber zu sprechen. Kein Herumreden, nichts beschönigen. Nur die harten Fakten, ungeschminkt und offengelegt.

Wir alle lieben Schnäppchen, oder? Ob wir nun den kleinen Laden um die Ecke dem Supermarktriesen vorziehen, um ein paar Euro zu sparen, oder online ein tolles Angebot ergattern. Doch wenn es um die großen Banken geht, richtet die aktuelle Vorgehensweise der FDIC bei der Absicherung von Bankenpleiten mehr Schaden als Nutzen an. Gesetzlich vorgeschrieben ist seit 1991 der sogenannte „Geringst-Kosten-Test“, der die Banken dazu zwingt, insolvente Banken an denjenigen zu verkaufen, der am meisten cashbietet – meistens die ohnehin schon übermächtigen Megabanken. Diese Giganten werden immer größer, verdrängen die kleinen Institute und lassen unser Bankensystem wie ein aus dem Ruder gelaufenes Monopoly-Spiel wirken.

Ein genauerer Blick auf den „Test der geringsten Kosten“

Dieser „Kostenminimierungstest“ mag zunächst sinnvoll erscheinen – schließlich klingt der Schutz des Einlagensicherungsfonds (DIF) nach einem noblen Ziel. Das Vertrauen der Einleger soll hoch und das Risiko niedrig bleiben, richtig? Doch der Haken an der Sache ist: Dieser Test hat eine Schattenseite. Er drängt die FDIC blindlings dazu, insolvente Banken an den Meistbietenden zu übergeben, ungeachtet der Tatsache, dass unser Bankensystem dadurch zu einem Tummelplatz für die Goliaths wird und die Davids auf der Strecke bleiben.

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Als First Republic letztes Jahr kurz nach dem Zusammenbruch der Silicon Valley Bank in Schieflage geriet, sicherte sich JPMorgan Chase, der Gigant unter den US-Banken, das Angebot. Sicher, sie haben die Macht und das Geld, aber was bedeutet das für Wettbewerb und Auswahl? Den Bach runter, ganz einfach.

Versteht mich nicht falsch. Es gab Zeiten, in denen der Verkauf an eine Großbank sinnvoll war. Man denke nur an die Finanzkrise. Die FDIC musste schnell handeln und beispielsweise Washington Mutual an JPMorgan veräußern. Damals lief es anders – die Stabilisierung des Systems stand im Vordergrund, und JPMorgan war der einzige Akteur, der bereit war, einzuspringen. Aber wir sollten Notfallmaßnahmen nicht zur Norm machen.

Das große Ganze: Wettbewerb und Konzentration

Sie fragen sich also, was an der ganzen Sache so schlimm ist? Der Haken an der Sache: Unser Bankensystem driftet gefährlich in Richtung einer Art „Hantel“-Dystopie ab, mit den Schwergewichten an einem Ende und den kleinen, wendigen Regionalbanken am anderen. Die regionalen Banken, die Champions im Mittelfeld, werden verdrängt, und ihre wichtige Rolle für mittelständische Unternehmen ist bedroht.

Und hier noch ein interessanter Fakt: Bei über 4.500 Banken kontrollieren die zehn größten Institute bereits 60 % des gesamten Branchenvermögens. Man muss sich das mal vorstellen. Wenn wir weiterhin zulassen, dass diese Giganten gescheiterte Banken aufkaufen, steuern wir geradewegs auf eine Zukunft zu, in der eine Handvoll Megabanken den Markt beherrschen. Stellen Sie sich vor, die Vielfalt im Bankensektor würde sich in ein fades, eintöniges Eis verwandeln. Nicht gerade aufregend.

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Doch es gibt einen Hoffnungsschimmer. Bevor eine Bank im Bieterwettbewerb mitmischen kann, benötigt sie die Zustimmung ihrer Aufsichtsbehörde. Bei den großen Banken ist das das Office of the Comptroller of the Currency (OCC). Diese Kontrollinstanz kann über die reine Größe hinausdenken und die Auswirkungen solcher Übernahmen auf den Wettbewerb berücksichtigen. Es ist höchste Zeit, dass das OCC seine regulatorischen Befugnisse nutzt, um sicherzustellen, dass kleinere, aber ebenso stabile Akteure eine faire Chance erhalten, ihren Marktanteil auszubauen.

Im Schatten dieser Bankengiganten dürfen wir das Rückgrat unserer Gemeinden nicht vergessen – die lokalen Banken. Diese Institute sind unverzichtbar, geraten aber im Kreuzfeuer dieses Bankenkriegs zwischen die Fronten. Ihr Überleben und ihre Fähigkeit, ihre Gemeinden zu versorgen, stehen auf dem Spiel, wenn wir nicht handeln, um eine vielfältige Bankenlandschaft zu erhalten.

Berichte der FDIC selbst zeigen ein gemischtes Bild der Finanzlage. Zwar sank der Nettogewinn der Bankenbranche 2023 leicht, liegt aber immer noch deutlich über dem Niveau vor der Pandemie. Doch lassen Sie sich nicht von diesen positiven Aspekten täuschen. Regionalbanken, die stillen Helden der amerikanischen Wirtschaft, hatten es deutlich schwerer, und ihr Nettogewinn ging zurück. Mit steigenden Kreditbeständen und veränderten Einlagenstrukturen wächst der Druck auf diese kleineren Institute.

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