Falls Sie mit der Bitcoin-fordernden WannaCryFake-Ransomware infiziert sind, können Sie aufatmen, denn das Cybersicherheitsunternehmen Emsisoft hat gerade einen kostenlosen Bugfix veröffentlicht.
Laut dem offiziellen Blogbeitrag vom 25. September steht die Software zum kostenlosen Download bereit und hilft Nutzern dabei, ihre verlorenen Daten wiederherzustellen, ohne ein Bitcoin Lösegeld zahlen oder Abstriche bei der Datenmenge machen zu müssen.
Über die berüchtigte WannaCryFake -Ransomware
Falls Sie es noch nicht gehört haben: WannaCryFake ist die überarbeitete Version des berüchtigten WannaCry-Ransomware-Angriffs, der im Mai 2017 ausbrach, indem er Benutzer des Microsoft Windows-Betriebssystems ins Visier nahm, die Daten verschlüsselte und ein hohes Bitcoin Lösegeld forderte.
WannaCryFake verschlüsselt die Daten der Opfer mithilfe fortschrittlicher Verschlüsselungstechnologie und verlangt eine Zahlung in Bitcoin im Austausch für die Entschlüsselung der Dateien oder die Freigabe der angeforderten Daten.
Emsisoft stellt fest, dass die von der WannaCryFake-Ransomware verschlüsselten Dateien eine ungewöhnliche Dateiendung haben: „.[][ [email protected] ].WannaCry“. Die Nutzer werden aufgefordert, die Angreifer per E-Mail oder Telegram zu kontaktieren. Interessanterweise bieten die Angreifer auch Möglichkeiten an, Bitcoin für die geforderte Lösegeldsumme zu erwerben.
Zahlen Sie das Lösegeld nicht. Laden Sie stattdessen den Emsisoft
Und während die Höhe des Bitcoin Lösegelds maßgeblich davon abhängt, wie schnell die Opfer versuchen, Kontakt mit den Entschlüsselern aufzunehmen, rät Emsisoft den Geschädigten dringend, sich so weit wie möglich von den Malware-Angreifern fernzuhalten.
Unabhängig vom Bitcoin Betrag oder dem Inhalt der Nachricht garantiert Emsisoft die vollständige Datenwiederherstellung mithilfe seines Entschlüsselungstools. Der Emsisoft-Entschlüsseler kombiniert die Originaldatei mit dem verschlüsselten Text, um die gesperrten Daten zu ermitteln. Das Protokoll verwendet die von den Verschlüsselern hinzugefügten Dateierweiterungen, um die Parameter für die Datenentsperrung festzulegen. Daher werden Benutzer gebeten, Dateien nicht umzubenennen.
Darüber hinaus können Benutzer durch Klicken auf die Schaltfläche „Protokoll speichern“ den gesamten Entschlüsselungsvorgang für spätere Verwendung aufzeichnen.
Initiativen wie diese geben Nutzern angesichts der zunehmenden Bedrohung durch Cyberangriffe sicherlich ein beruhigendes Gefühl. Laut dem jüngsten Bericht haben Ransomware-Angriffe im ersten Quartal 2019 um erschreckende 118 Prozent zugenommen.
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