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US-Regulierungsbehörde kündigt strengere Regeln für Großbanken an

VonJai HamidJai Hamid
Lesezeit: 2 Minuten
US-Banken

JasperArt 2023 07 11 19.18.07 hochskaliert

  • Die US-Notenbank Federal Reserve führt strengere Kapitalvorschriften für Banken mit einem Vermögen von über 100 Milliarden Dollar ein.
  • Die neuen Regeln sollen nach früheren Bankenpleiten die Finanzstabilität und das Risikomanagement verbessern.
  • Zu den Anforderungen gehören Transparenz bei der Meldung von Vermögensverlusten und erhöhte Kapitalpuffer.

Nach der Bekanntgabe verschärfter Kapitalvorschriften für große Kreditinstitute steht dem US- Bankensektor eine grundlegende Umstrukturierung bevor . Dieser von der Federal Reserve initiierte Schritt zielt darauf ab, das durch den Zusammenbruch mehrerer Regionalbanken Anfang des Jahres geschwächte Finanzsystem zu stärken.

Stärkung der finanziellen Bollwerke

Der stellvertretende Vorsitzende der US-Notenbank Federal Reserve für Bankenaufsicht, Michael Barr, hat eine Reihe regulatorischer Anpassungen für Institute mit einem Vermögen von 100 Milliarden US-Dollar oder mehr eingeführt. Diese überarbeiteten Bestimmungen verpflichten Banken zur Bereitstellung von zusätzlichem Kapital, um potenzielle Verluste abzufedern.

Diese Anpassungen erfolgen im Anschluss an eine Reihe von groß angelegten Insolvenzen von bundesweit versicherten Banken wie der Silicon Valley Bank, der Signature Bank und der First Republic.

Diese Institute verfügten allesamt über ein Vermögen von über 100 Milliarden US-Dollar, verfehlten jedoch die bestehende Benchmark von 250 Milliarden US-Dollar für strengere Auflagen. Die Insolvenzen schürten die Befürchtungen hinsichtlich der Stabilität regionaler Kreditgeber.

Der US-Bankensektor wird infolge dieser Änderungen einen deutlichen Anstieg der Kapitalanforderungen verzeichnen, der vor allem die größten und komplexesten Banken betrifft. Barr erklärte, dass diese Reformen die Widerstandsfähigkeit unseres Finanzsystems erheblich stärken und es auf neue und unvorhergesehene Risiken vorbereiten.

Ein zentraler Aspekt dieser neuen Bestimmungen ist die Verpflichtung für mittelständische Banken, die Auswirkungen von Verlusten auf ihre Kapitalausstattung offenzulegen.

Laut Barr wird dies die Transparenz der aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalquoten erhöhen und ein genaueres Abbild der tatsächlichen Verlustabsorptionsfähigkeit der Banken ermöglichen.

Die Silicon Valley Bank war aufgrund ihrer Größe bisher von dieser Regel ausgenommen, was beim Verkauf von Vermögenswerten zu unerwarteten Verlusten führte und Investoren und Einleger beunruhigte.

Die neu vorgeschlagenen Bankenregeln bestehen aus zwei Komponenten: der Umsetzung neuer internationaler Standards, bekannt als Basel III Endspielreformen, und einer umfassenden Überprüfung der im letzten Jahr angekündigten Kapitalvorschriften.

Während die meisten Jurisdiktionen, die die Baseler Reformen umgesetzt haben, diese auf alle ihre Banken angewendet haben, haben die USA, die ein stärker fragmentiertes Bankensystem mit über 4.000 Banken aufweisen, einen größenbasierten Stufenansatz gewählt.

Die Aktien des Bankensektors blieben am Montag weitgehend unbeeinflusst, was darauf hindeutet, dass viele dieser Änderungen erwartet worden waren und schrittweise umgesetzt werden.

Der Widerstand gegen strengere Regulierungen bei US-Banken

Diese regulatorischen Änderungen stießen jedoch auch auf Widerstand. Führende Bankengruppen argumentieren, dass erhöhte Kapitalanforderungen die Kreditkosten in die Höhe treiben und die Kreditverfügbarkeit für Verbraucher und Unternehmen verringern könnten.

In einer anschließenden Diskussion wies Barr diese Kritikpunkte zurück und erklärte, dass erhöhtes Kapital es den Banken ermögliche, der Wirtschaft Kredite zu gewähren und das Finanzsystem zu stärken.

Um diese Änderungen zu ergänzen, schlug Barr vor, eine transparentere und einheitlichere Methodik zur Bewertung der individuellen Kredit- und Marktrisiken von Banken einzuführen.

Dieser Schritt würde das Ende der Praxis bedeuten, dass Institutionen ihre eigenen Risikobewertungen vornehmen, die oft dazu neigen, potenzielle Probleme zu unterschätzen.

Darüber hinaus schlug Barr vor, den Umfang der jährlichen Stresstests der Federal Reserve auszuweiten, um ein breiteres Spektrum an Risiken zu bewerten. Er äußerte außerdem Pläne, den Kapitalzuschlag für global systemrelevante Banken (G-SIBs) zu überarbeiten.

Dies würde eine Anpassung der Regeln erfordern, um Banken daran zu hindern, ihre Bilanzen vorübergehend zu manipulieren, um einen niedrigeren G-Sib-Zuschlag zu erhalten. Diese vorgeschlagenen strengeren Bankenregulierungen stellen einen entscheidenden Schritt zur Stärkung der Stabilität des US-Finanzsystems dar.

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Jai Hamid

Jai Hamid

Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.

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