Informatiker des Los Alamos National Laboratory in den USA haben eine KI-basierte Lösung entwickelt, die im Kampf gegen Krypto-Hijacker helfen kann. Seit Jahren kapern Kriminelle öffentliche Computersysteme, um Monero und andere Kryptowährungen wie Bitcoin . Dies hat in der noch jungen Branche Besorgnis ausgelöst.
LANL entwickelt KI-Lösung gegen Krypto-Hijacker
Das LANL ist das nationale Labor des US-Energieministeriums, das die ersten Atombomben im Zweiten Weltkrieg entwickelte. In einer Pressemitteilung vom Freitag gab das US-Labor bekannt, ein KI-System entwickelt zu haben, das möglicherweise Schadprogramme erkennen kann, die von Krypto-Angreifern zur Manipulation von Systemen zum Schürfen Bitcoin und Monero eingesetzt werden.
Einer der Forscher am LANL, Gopinath Chennupati, kommentierte:
„Unser Deep-Learning-Modell der künstlichen Intelligenz wurde entwickelt, um den missbräuchlichen Einsatz von Supercomputern speziell zum Zweck des Kryptowährungs-Minings zu erkennen.“
Wie im Bericht erläutert, funktioniert das KI-System ähnlich wie die Festnahme von Kriminellen durch die Analyse der Wirbel- und Bogenmuster ihrer Fingerabdrücke in umfangreichen Fingerabdruckdatenbanken. Das LANL erwähnte, dass Computerprogramme in Graphen dargestellt werden, deren Knoten durch Schleifen, Linien oder Sprünge miteinander verbunden sind.
Die Konturen des Ablaufdiagramms eines Programms werden vom KI-System mit anderen Diagrammen verglichen, die auf dem jeweiligen Computersystem ausgeführt werden dürfen. Das KI-System findet Schadcode, indem es prüft, ob ein bestimmtes Ablaufdiagramm in einem auf dem System zulässigen Programm enthalten ist.
Das Ende der Ära für Krypto-Hijacker?
Vereinfacht gesagt, nutzt das KI-System Graphvergleiche, um Krypto-Hijacker aufzuspüren, anstatt nach bekannten kriminellen Programmen zu suchen. Dieser Ansatz erwies sich als schneller bei der Erkennung von Hijacking-Code, wie die Forscher bei Tests Bitcoin -Mining-Code auf ihrem System feststellten. Sie beobachteten außerdem, dass das KI-System schädlichen Code auch dann erkennen konnte, wenn dieser getarnt war.
Die Forscher wiesen darauf hin, dass das neue System keinen hundertprozentigen Schutz vor Krypto-Hijacking garantieren kann. Es kann jedoch als effektives Werkzeug für Cybersicherheitsbeamte dienen, um gegen Krypto-Hijacker vorzugehen. Chennupati fügte hinzu:
„Angesichts der jüngsten Computereinbrüche in Europa und anderswo wird diese Art von Softwareüberwachung schon bald unerlässlich sein, um zu verhindern, dass Kryptowährungs-Miner in Hochleistungsrechenzentren eindringen und wertvolle Rechenressourcen stehlen.“

