Die Zinsen für Kreditkartenschulden sind in den letzten vier Jahren deutlich gestiegen. In den USA haben die Kreditkartenzinsen mit 23,4 % einen Höchststand erreicht, und auch die Gesamtschulden aus Kreditkarten haben mit über einer Billion Dollar einen Rekordwert überschritten.
Die Kreditkartenverschuldung in den USA ist in den Fokus gerückt, nachdem sie mit 23,4 % einen Höchststand erreicht hat. Trotz gesunkener Bankzinsen haben die Banken die Zinsen für Karteninhaber kontinuierlich erhöht.
Die Kreditkartenkrise steht in engem Zusammenhang mit den exorbitant hohen Zinsen, die Kreditgeber ihren Schuldnern berechnen. Laut Kobeissi Letter belaufen sich die aktuellen Kreditkartenschulden in den USA auf 1,36 Billionen US-Dollar. Die Zinsen für diese Schulden führen zu jährlichen Zinszahlungen von 318 Milliarden US-Dollar, die von den Schuldnern geleistet werden. Das Consumer Financial Protection Bureau schätzt zudem, dass Schuldner jährlich fast 14 Milliarden US-Dollar an Mahngebühren zahlen.
Kreditkartenschulden erreichen Rekordniveau
BREAKING: Die US-Kreditkartenzinsen erreichten im August einen neuen Rekordwert von 23,4 %.
In den letzten 2 Jahren sind die Zinssätze um 7 Prozentpunkte gestiegen.
US-Verbraucher haben aktuell einen Rekordwert von 1,36 Billionen US-Dollar an Kreditkartenschulden und anderen revolvierenden Krediten, was bedeutet, dass sie unglaubliche 318 Milliarden US-Dollar dafür bezahlen… pic.twitter.com/5gGyoqQC6K
— The Kobeissi Letter (@KobeissiLetter) 8. Oktober 2024
Kobeissi Letter veröffentlichte eine Grafik, die zeigt, dass die Kreditkartenzinsen seit der Pandemie im Jahr 2020 deutlich gestiegen sind. Laut der Grafik war der Anstieg in den letzten zwei Jahren besonders ausgeprägt und erreichte seinen Höchststand von 16-17 %.
In der Zwischenzeit hebt der Kobeissi-Brief hervor, dass die Quote schwerwiegender Zahlungsrückstände bei Kreditkarten mit 7 % auf den höchsten Stand seit 2011 gestiegen ist. Der X-Handle thematisierte die Befürchtungen, dass das Platzen der Kreditkartenblase unmittelbar bevorsteht.
Der Trend zu steigenden Kreditkartenschulden wird von mehreren Faktoren beeinflusst, wobei die Inflation im Mittelpunkt steht. Daten des US-Arbeitsministeriums zeigen , dass sich die Inflation in den letzten Monaten abgeschwächt hat und vor der Zinssenkung durch die US-Notenbank im September auf 2,5 % gesunken ist.
Kreditkarteninhaber zahlen jedoch immer mehr für lebensnotwendige Güter, indem sie ihre Kreditkarten belasten. Viele haben sich übermäßig auf Kreditkartenschulden verlassen, um ihre täglichen Ausgaben zu decken, was zu einer Anhäufung von Schulden geführt hat.
Die Zinsen steigen trotz Zinssenkungen der Fed
Die US-Notenbank Fed senkte kürzlich die Leitzinsen um 50 Basispunkte, was zu einem Rückgang ripple nach Krediten wie Hypotheken und Eigenheimkrediten führte. Kreditkartenschulden bleiben jedoch weiterhin hoch. Die Kreditkartenanbieter haben die Zinsen erhöht, um mögliche Einnahmeverluste durch die Begrenzung von Mahngebühren auszugleichen.
Das Consumer Financial Protection Bureau (CFPB) versuchte , die Gebühren auf 8 Dollar zu deckeln, doch der Vorschlag wurde von Bankinstituten und Wirtschaftsverbänden der Branche angefochten, bevor er umgesetzt werden konnte. Ein texanischer Richter stoppte den Vorschlag im Mai.
Durch die vorgeschlagene Senkung wären die jährlichen Mahngebühren von 14 Milliarden auf 10 Milliarden Dollar gesunken. Die Bankenbranche verteidigt die exorbitanten Gebühren, und die American Bankers Association verweist auf die gestiegene Zahl von Subprime-Kreditnehmern seit 2008, dem Jahr der Finanzkrise.
Kobeissi Letter berichtete , dass die Zahl der Menschen in den USA, die mehrere Jobs ausüben, im September mit 8,6 Millionen einen neuen Höchststand erreicht hat. Das Unternehmen betonte, dass Millionen von Amerikanern mehrere Jobs annehmen, um sich das Nötigste leisten zu können.

