- Ein hochrangiger US-Beamter hebt erneut die Cyberangriffe Nordkoreas hervor.
- Offizieller Beamter wirft China vor, nordkoreanische Angriffe zu unterstützen.
- Weiterhin wird China vorgeworfen, Nordkorea bei der Umgehung der Sanktionen zu unterstützen.
John Demers, der Generalstaatsanwalt für nationale Sicherheit im US-Justizministerium, wirft China nun vor, Nordkorea bei der Geldwäsche der durch Cyberangriffe erbeuteten Gelder zu helfen und es zu unterstützen.
In einem Vortrag vor einem Washingtoner Thinktank geht Demers weiter darauf ein, dass die Wahrscheinlichkeit hoch sei, dass China China Expertise, Schulungen und andere technische Unterstützung zur Verfügung stelle.
„Was in unseren Fällen außerdem immer wieder auffällt, ist die Beteiligung Chinas an der Umgehung der Sanktionen durch die Nordkoreaner, insbesondere an der Geldwäsche, die sie auf irgendeine Weise erlangt haben, die sie in das Regime einschleusen wollen oder die sie gestohlen haben, sowie an der Unterstützung beim Warentransport.“
John Demers, Generalstaatsanwalt für Nationale Sicherheit
Demers sprach im Center for Strategic and International Studies und erklärte, dass Nordkorea aufgrund seines Atomprogramms und anderer militärischer Programme durch Geschäftsleute und Einzelpersonen aus dem Privatsektor mit Sanktionen konfrontiert sei.
Demer ist der Ansicht, dass China nicht will, dass Nordkorea gegenüber den USA scheitert, um das „Gleichgewicht“ zu wahren, während die USA kein Interesse an einer Auseinandersetzung mit dem „übermäßig aggressiven“ nordkoreanischen Regime haben.
Während Peking seine Ablehnung der nordkoreanischen Atomwaffen- und Raketenprogramme und die Unterstützung der gegen das Land verhängten Sanktionen aufrechterhält, stellt Südkorea das genaue Gegenteil des Nordens dar.
Die Anschuldigung erfolgt zu einer Zeit, in der in den USA anhaltende politische Unruhen herrschen; die antichinesische Rhetorik ist einer der Hauptpunkte im Wahlkampf von Trump für die bevorstehendendentim November 2020.
Andererseits wahrt Peking weiterhin seine Unparteilichkeit und Neutralität in dieser Angelegenheit, um die von den Vereinten Nationen verhängten Sanktionen zu unterstützen.
Nordkoreanische Cyberangriffe
Laut UN-Statistiken haben nordkoreanische Cyberangriffe bisher über zwei Milliarden US-Dollar eingebracht, die mutmaßlich für das berüchtigte Waffenprogramm verwendet werden. UN-Berichte zeigen zudem, dass die nordkoreanischen Cyberangriffe immer ausgefeilter werden, um Banken und andere Finanzinstitute auszurauben.
Einerseits hat das US-Justizministerium zwei chinesische Staatsangehörige im Zusammenhang mit den nordkoreanischen Cyberangriffen angeklagt. Den beiden Angeklagten wird Geldwäsche in Höhe von über 100 Millionen US-Dollar in Kryptowährung vorgeworfen. Sie legten detailliert dar, wie Pjöngjang Hacker einsetzte, um Sanktionen zu umgehen. UN-Experten gaben an, zu untersuchen, wie Pjöngjang virtuelle Vermögenswerte gewaschen hat.
Andererseits äußerte ein Beamter des Federal Bureau of Investigation im Mai, dass die nordkoreanischen Cyberangriffe eine Vergeltungsmaßnahme für die Sanktionen seien.

