Im vergangenen Monat veröffentlichte das Office of the Comptroller of the Currency (OCC) der Vereinigten Staaten eine Vorankündigung der geplanten Regelung ( ANPR ) und bat um Stellungnahmen im Anschluss an seine jüngste Mitteilung, dass Banken Krypto-Verwahrungsdienstleistungen anbieten dürfen.
Die Antworten im Rahmen der automatischen Kundenbefragung (ANPR) zeigen, dass US-Banken grundsätzlich an Kryptowährungen interessiert sind. Allerdings sind sie wahrscheinlich noch nicht bereit, entsprechende Dienstleistungen anzubieten; regulatorische Vorgaben sind weiterhin erforderlich.
Das OCC erklärte, US-Banken könnten Krypto-Verwahrungsdienste anbieten
Die Mitteilung des OCC vom Juli stellte klar, dass US-Banken sowie bundesstaatliche Sparkassen ihren Kunden Verwahrungsdienstleistungen für Kryptowährungen anbieten dürfen. Viele Krypto-Enthusiasten und -Unternehmen begrüßten diese Entwicklung, da sie die Akzeptanz von Kryptowährungen und verwandten Produkten, insbesondere in den USA, deutlich fördern dürfte.
Die auf die Mitteilung des OCC eingegangenen Antworten sind überwiegend positiv. US-Banken streiten sich wohl nicht mehr über die Bereitstellung von Kryptodienstleistungen, da sie sich vor allem mehr Orientierungshilfe für die Krypto-Verwahrung wünschten, ohne dabei etwaige Hürden zu überwinden. Rund 92 Stellungnahmen von Krypto-/Blockchain-Unternehmen und Banken gingen im Rahmen der ANPR-Ankündigung des OCC ein.
Banken fordern mehr regulatorische Leitlinien
Die Antwort der American Bankers Association gehört zu den Schreiben, die darauf hindeuten, dass US-Banken noch nicht bereit sind, Krypto-Verwahrungsdienstleistungen anzubieten. Sie sehen Bedarf an mehr Leitlinien für ein effektives Management von Krypto-Assets. Konkret heißt es in dem Schreiben der American Bankers Association:
„Eine effektive Politikanalyse von Krypto-Assets ist unerlässlich, um die Innovationsfähigkeit von Banken zu erhalten, kann aber durch das Fehlen einer gemeinsamen Terminologie beeinträchtigt werden. Eine gemeinsame Taxonomie und ein gemeinsames Verständnis der Risiken und Merkmale von Krypto-Assets, die weitgehend einheitlich und von allen relevanten Regulierungsbehörden koordiniert werden, sind unerlässlich, umdent Innovationen innerhalb eines soliden Risikomanagementrahmens zu fördern.“

