Die britische Regierung hat ein umfassendes Update zu ihren Absichten hinsichtlich der Regulierung von Fiat-gedeckten Stablecoins im Vereinigten Königreich veröffentlicht. Das Dokument skizziert einen Fahrplan zur Erleichterung und Überwachung der Nutzung von Fiat-gedeckten Stablecoins im britischen Zahlungsverkehr.
Regulierungsgesetzgebung, geplant für 2024
In einer bedeutenden Entwicklung geht aus dem Dokument hervor, dass das britische Finanzministerium beabsichtigt, dem britischen Parlament im Jahr 2024 einen entsprechenden Gesetzesentwurf vorzulegen. Dieser Gesetzesentwurf wird die Finanzaufsichtsbehörde (FCA) ermächtigen, an Fiatgeld gedeckte Stablecoins zu regulieren, was einen entscheidenden Wandel in der Aufsicht über digitale Währungen darstellt.
des Finanzministeriums Vorschlag sieht außerdem vor, dass lokale Unternehmen als von der FCA autorisierte „Zahlungsvermittler“ fungieren. Diese autorisierten Stellen sind dafür verantwortlich, dass ausländische Stablecoins den lokalen Standards entsprechen. Dieser Ansatz zielt darauf ab, die Verantwortlichkeit und die Einhaltung regulatorischer Normen durch Stablecoin-Anbieter zu fördern.
Ausschluss von nicht durch Fiatgeld gedeckten Stablecoins im Vereinigten Königreich
Das Dokument schließt nicht durch Fiatgeld gedeckte Stablecoins, einschließlich algorithmischer Varianten, ausdrücklich von der Integration in regulierte Zahlungssysteme aus. Zwar wird kein direktes Verbot ausgesprochen, doch bleiben diese Transaktionen unreguliert. Das britische Finanzministerium vertritt die Auffassung, dass für nicht durch Fiatgeld gedeckte Stablecoins dieselben Anforderungen gelten sollten wie für ungedeckte Kryptoassets.
Für Standard- Stablecoinserhält die FCA die Befugnis, von den Emittenten zu verlangen, dass alle Reservegelder in einem gesetzlichen Treuhandfonds gehalten werden. Die Bedingungen dieses Treuhandfonds werden in den FCA-Regeln festgelegt und umfassen auch die Rückzahlungsverpflichtungen im Falle einer Insolvenz des Emittenten. In diesem Fall unterliegen in Großbritannien ansässige Stablecoin-Emittenten defiden im Insolvenzgesetz von 1986 definierten
Die Grundlage für die Regulierung von Krypto-Assets und Stablecoins, der Financial Services and Markets Act (FCMA) 2023, wurde im Juni 2023 vom britischen Oberhaus verabschiedet. Das Dokument des Finanzministeriums bezieht sich durchgehend auf dieses Gesetz und bezeichnet es offiziell als FCMA 2023. Gemäß diesem Gesetz erhalten das Finanzministerium, die Bank of England und die FCA die Befugnis, Kryptowährungen und insbesondere Stablecoins zu regulieren.
Diese jüngste Ankündigung stellt einen wichtigen Schritt nach vorn in den Bemühungen Großbritanniens dar, einen soliden Regulierungsrahmen für digitale Währungen zu schaffen. Durch die Fokussierung auf an Fiatgeld gedeckte Stablecoins will die Regierung das Vertrauen in diese digitalen Zahlungsmittel stärken und gleichzeitig die mit ihrer Nutzung verbundenen Risiken minimieren.
Reaktion der Industrie
Branchenexperten haben unterschiedliche Meinungen zur Aktualisierung der Richtlinien des Finanzministeriums geäußert. Einige sind der Ansicht, dass die vorgeschlagenen Regelungen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Verbraucherschutz und Innovationsförderung im Kryptowährungsbereich schaffen. Es wurden jedoch Bedenken hinsichtlich des Ausschlusses von Stablecoins ohne Fiatgelddeckung geäußert. Kritiker argumentieren, dass ein inklusiverer Ansatz Innovationen anregen könnte.
Der britische Regulierungsansatz für Stablecoins dürfte internationale Auswirkungen haben, insbesondere für Stablecoin-Emittenten, die grenzüberschreitend tätig sind. Während globale Regulierungsbehörden nach Wegen suchen, diese digitalen Vermögenswerte zu beaufsichtigen, könnte der umfassende Rahmen Großbritanniens als Vorbild für andere Nationen dienen, die klare Richtlinien für deren Verwendung festlegen wollen.
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