Die Aktien der UBS brachen am Montag ein, nachdem die jüngste Rettungsaktion für die Credit Suisse bei Anlegern Besorgnis über die langfristigen Vorteile des Deals ausgelöst hatte.
Die UBS stimmte mit Unterstützung der Schweizer Behörden dem Kauf der Credit Suisse für 3 Milliarden Schweizer Franken (3,23 Milliarden US-Dollar) und der Übernahme von Verlusten in Höhe von bis zu 5,4 Milliarden US-Dollar zu.
Die Aktien der Bank fielen im frühen Handel um bis zu 16 % und verzeichneten damit den größten Tagesverlust seit 2008. Seit Anfang März haben die Aktien der Bank fast 30 % ihres Wertes verloren, was den größten monatlichen Verlust seit September 1998 darstellt.
UBS übernimmt Credit Suisse
Trotz bestehender Bedenken gehen Analysten davon aus, dass die Übernahme der Credit Suisse durch die UBS der Bank langfristig zugutekommen wird. Noch vor einer Woche mag die Übernahme angesichts der erheblichen Abflüsse von Kundengeldern bei der Credit Suisse nicht wie ein gutes Geschäft gewirkt haben.
Die Schweizer Bank sei jedoch nun besser in der Lage, eine radikale Umstrukturierung des Geschäfts der Credit Suisse durchzuführen, als die Credit Suisse selbst es war, sagte Johann Scholtz, Analyst bei Morningstar.
Die Aktien der Credit Suisse fielen um mehr als 60 %, während der Wert ihrer zusätzlichen Tier-1-Anleihen (AT1) auf bis zu 1 Cent pro Dollar sank.
Die Schweizer Aufsichtsbehörde forderte im Rahmen der Fusion, dass die Credit Suisse Schulden in Höhe von 16 Milliarden Schweizer Franken auf null abschreibt, was bei den Anleihegläubigern für Unmut sorgte.
Die Übernahme wird zu einem Bruchteil des Schlusskurses der Credit Suisse vom Freitag erfolgen und die Aktionäre des Zielunternehmens nahezu enteignen. Die Übernahme hat zudem bei Anlegern Bedenken hinsichtlich der langfristigen Vorteile des Geschäfts ausgelöst und zu einem starken Kursverfall der UBS-Aktien geführt.
Während die Schweizerische Nationalbank zugestimmt hat, der UBS im Rahmen des Deals eine Liquiditätslinie von 100 Milliarden Dollar anzubieten, wurde der Plan, die üblichen Regeln der Unternehmensführung zu umgehen, indem eine Abstimmung der UBS-Aktionäre verhindert wird, von einigen kritisiert.
Der Kurssturz der UBS-Aktien markiert den größten Tagesverlust seit 2008; die Aktien fielen um 15 % auf 14,47 Franken. Seit Anfang März haben die Aktien fast 30 % ihres Wertes eingebüßt, was den größten monatlichen Verlust seit September 1998 darstellt.
Globale Regulierungsbehörden reagieren auf das Vorgehen der UBS
Die Übernahme der Credit Suisse durch die UBS hat zwar Bedenken hervorgerufen, doch Finanzmarktaufsichtsbehörden weltweit haben den Schritt der Bank begrüßt. Die US-Behörden haben die Übernahme unterstützt und eng mit der Schweizerischen Nationalbank zusammengearbeitet, um den Deal zu ermöglichen.
Die Europäische Zentralbank erklärte, der Bankensektor sei weiterhin widerstandsfähig, sie sei aber bereit, die Banken bei Bedarf dabei zu unterstützen, ausreichend cash für ihre Geschäftstätigkeit vorzuhalten. Die Bank von England begrüßte die von den Schweizer Behörden ergriffenen Maßnahmen zur Stärkung der Finanzstabilität
Trotz Bedenken gehen Analysten davon aus, dass die Übernahme der Credit Suisse durch die UBS der Bank letztendlich zugutekommen wird. Allerdings hat der Deal bei Investoren Besorgnis hinsichtlich der langfristigen Vorteile und der potenziellen Auswirkungen einer Umgehung üblicher Corporate-Governance-Regeln ausgelöst.
Trotz einiger Kritikpunkte haben die globalen Aufsichtsbehörden die Maßnahmen der UBS zur Sicherung der Finanzstabilität und zum Schutz der Schweizer Wirtschaft unterstützt.
UBS leidet nach der Rettung durch Credit Suisse