Der digitale Betrug nimmt zu und könnte laut einem Bericht von Global Payments (GP) bis 2027 die 340-Milliarden-Dollar-Marke überschreiten. Doch inmitten dieser düsteren Prognose gibt es einen Hoffnungsschimmer: die Tokenisierung. Laut der Studie können Zahlungskryptografien – die Tokenisierung – ein entscheidender Verbündeter im Kampf gegen die grassierenden Betrugsmaschen im E-Commerce-Sektor sein.
GP argumentiert, dass Tokenisierung bei vollständiger Nutzung eine zeitnahe und sichere Transaktionsabwicklung gewährleisten kann. Nutzer können damit biometrische Daten und Passwörter verwenden, um mit ihren Zahlungsdaten verknüpfte Geräte zu entsperren dent So wird der unbefugte Zugriff auf Transaktionsdaten verhindert.
Der Bericht besagt:
Durch die Tokenisierung werden sensible Daten in eindeutige digitale Token umgewandelt, die mithilfe von defisicher und effizient über Grenzen hinweg übertragen werden können, wodurch der Bedarf an komplexen Verifizierungsprozessen reduziert wird.
~Globaler Zahlungsbericht
Die Ergebnisse von GP unterstreichen die zentrale Bedeutung von Zahlungskryptografien für den globalen E-Commerce-Sektor. Das Unternehmen schätzt, dass die Tokenisierungstechnologie bis 2030 Transaktionen im Wert von 290 Milliarden US-Dollar in diesem Sektor abwickeln wird. Dieses Potenzial hat große Akteure wie Amazon dazu veranlasst, die Tokenisierung einzuführen. Der Technologiekonzern testet derzeit seinen Amazon Payments Cryptography Service, mit dem er seine Zahlungsfunktionen automatisieren und konsolidieren will.
Amerika hinkt im Kampf gegen E-Commerce-Betrug hinterher
Interessanterweise zeigt der Bericht, dass die USA im Kampf gegen digitalen Betrug hinter Europa und Asien zurückliegen. Dies liegt an dem fragmentierten Markt des Landes und der langsameren Übernahme neuer Standards. Doch mit der Einführung neuer Technologien wie Passkeys im Zahlungsverkehr ändert sich dies nun.
Diese Aussage teilt auch Mark Smith, Senior Operations Lead bei Amazon. Er meint, die amerikanische Zahlungsbranche habe nach Jahren der Verfolgung eines anderen Weges nun Möglichkeiten gefunden, ihre Infrastruktur zu modernisieren.
Smiths Ansichten scheinen mit denen von Marc Nelsen, dem Leiter des Bereichs Konsumprodukte bei Visa, übereinzustimmen. Dieser argumentierte, dass US-Banken die Selbstauthentifizierung in mobilen Apps zu spät eingeführt hätten. Dies steht im Gegensatz zu Europa, wo die Vorschriften eine zuverlässigedentvorschreiben, was zu niedrigeren Betrugsraten führt.
Die veränderten Strategien der USA im Umgang mit Online-Betrug sind auf den Anstieg KI-gestützter Betrugsmaschen zurückzuführen. Die Möglichkeiten der Technologie erlauben es Kriminellen, massenhaft Phishing-Angriffe auf Privatpersonen und Unternehmen durchzuführen.
KI könnte der Schlüssel zur Eindämmung der zunehmenden Phishing-Angriffe sein
Der Bericht von Global Payments zeigt außerdem, dass Phishing-Angriffe mit der zunehmenden Verbreitung von Telearbeit und künstlicher Intelligenz (KI) zugenommen haben. Traditionelle Multi-Faktor-Authentifizierungsmethoden können mit diesen Entwicklungen kaum Schritt halten.
Angesichts dieser Entwicklung fordert der Bericht gemeinsame Anstrengungen zur Bekämpfung dieses Übels. Er kommt zu dem Schluss, dass digitaler Betrug alle belastet, indem die Kosten auf die Endnutzer abgewälzt werden. Durch die Fähigkeit, Risiken intelligent zu bewerten und Verhaltensanalysen durchzuführen, bietet KI Unternehmen die Möglichkeit, Zahlungsbetrug einzudämmen.

