Die texanische Wertpapieraufsichtsbehörde hat Vorwürfe gegen ein in Deutschland ansässiges Netzwerk von Unternehmen erhoben, die unter der Marke „GS“ firmieren. Ihnen wird betrügerische Aktivitäten im Zusammenhang mit digitalen Vermögenswerten und Investitionen in ein proprietäres Metaverse vorgeworfen. Die beteiligten Unternehmen, namentlich GS Partners, GS Smart Finance und GS Wealth, stehen angeblich unter der Kontrolle von Josip Dortmund Heit.
Die texanische Aufsichtsbehörde wirft GS Partners Betrug an Investoren vor.
Laut behördlichen Mitteilungen vom 16. November führte dasdentab September 2021 drei Verkaufsrunden von Metaverse-Anteilen durch. Investoren hatten in diesem Zeitraum die Möglichkeit, XLT-Gutscheine oder BNB -Chain-Token zu erwerben, die jeweils einen Quadratzoll einer Einheit im G999 Tower Metaverse des Unternehmens repräsentierten. Der Angebotspreis lag bei 9,63 Tether (USDT) pro Gutschein. Der Wert der Token fiel jedoch rapide und sank auf der dezentralen BörsecakeSwap auf unter 0,0000049 USDT pro Token.
Dieser Rückgang erfolgte, nachdem diedentihr Fundraising-Ziel von 175 Millionen US-Dollar für das Angebot verfehlten. Bemerkenswerterweise waren die betreffenden Unternehmen im relevanten Zeitraum nicht als Händler oder Vertreter bei der Wertpapieraufsichtsbehörde registriert. Die Aufsichtsbehörden werfen der GSB-Gruppe zudem vor, dass verschiedene Anlageprodukte, darunter Lydian World Metaverse-Token, Gold-Token, der G999-Coin und Elemental-Zertifikate, nicht registrierte Wertpapierangebote darstellten.
Warnungen vor GS Partners in mehreren Rechtsordnungen
Als Reaktion auf diese Vorwürfe hat die texanische Wertpapieraufsichtsbehörde (Texas State Securities Board) ein Eilverfahren eingeleitet und beantragt, den GSB-Unternehmen eine Unterlassungsverfügung zu erlassen, um derartige Aktivitäten im Bundesstaat zu unterbinden. Dies ist nicht das erste Mal, dass das GS Partners-Netzwerk aufsichtsrechtlich überprüft wird. Am 15. August warnte die Ontario Securities Commission (OSC) GS Partners davor, in der Provinz Ontario Geschäfte tätigen zu dürfen. Zuvor hatten auch Wertpapieraufsichtsbehörden in kanadischen Provinzen wie Saskatchewan, British Columbia, Alberta und Quebec Warnungen ausgesprochen.
Die Aufsichtsbehörde betonte ihre Rolle bei der Herausgabe von Warnungen und Hinweisen, um die Öffentlichkeit über potenziell schädliche oder illegale Aktivitäten zu informieren. Sie führt eine Warnliste mit Unternehmen und Einzelpersonen, deren Aktivitäten Risiken für Anleger bergen. Die Ontario Securities Commission stellt auf ihrer offiziellen Website eine umfassende Liste von Anlegerwarnungen und -hinweisen bereit. Anleger können sich für E-Mail-Benachrichtigungen anmelden, um über neue Warnungen und Hinweise informiert zu bleiben. Die Behörde empfiehlt ihnen außerdem, die Aktualisierungen auf Twitter zu verfolgen.
Die Vorwürfe gegen das GS-Netzwerk unterstreichen die anhaltende Wachsamkeit der Aufsichtsbehörden bei der Prüfung von Angeboten digitaler Vermögenswerte, insbesondere im sich entwickelnden Umfeld von Metaverse-Investitionen. Die Durchsetzungsmaßnahmen belegen das Engagement für den Schutz von Anlegern vor potenziellen Betrugsmaschen und bekräftigen die Bedeutung der regulatorischen Aufsicht im Krypto- und Blockchain- Bereich. Mit zunehmender Reife der Branche spielen solche regulatorischen Eingriffe eine entscheidende Rolle für das Vertrauen der Anleger und die Schaffung eines sicheren Umfelds für Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten.

