Laut Bashar Jaafari, dem syrischen Botschafter in Russland, hat Syrien offiziell einen Antrag auf Beitritt zu den BRICS-Staaten gestellt.
Jaafari äußerte sich am Rande der Konferenz „Nordkaukasus: Neue geostrategische Möglichkeiten“ wie folgt:
„Wir sind sehr daran interessiert, den BRICS-Staaten beizutreten. Wir haben schriftliche Beitrittsanträge an die Organisation gerichtet.“
Syrien strebt, wie viele andere Länder derzeit, eine Annäherung an die BRICS-Staaten an, vor allem weil diese eine Alternative zu westlich dominierten Institutionen wie dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank bieten.
BRICS-Erweiterung und bevorstehender Gipfel
Im August letzten Jahres lud der Staatenbund sechs neue Länder zum Beitritt ein: Argentinien, Ägypten, Äthiopien, Iran, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate.
Während Argentinien Ende Dezember die Mitgliedschaft ablehnte, wurden die verbleibenden fünf Staaten am 1. Januar Vollmitglieder.
Russland hat derzeit die rotierende BRICS-Präsidentschaft inne, und Putin bereitet sich darauf vor, vom 22. bis 24. Oktober einen großen Gipfel in Kasan auszurichten.
Bei diesem Gipfeltreffen werden voraussichtlich auch Gespräche über eine weitere Erweiterung stattfinden, da seit Januar rund 30 Länder ihr Interesse an einem Beitritt bekundet haben, darunter unter anderem die Türkei, Algerien, Bangladesch und Indonesien.
Die BRICS-Staaten repräsentieren heute etwa 46 % der Weltbevölkerung (3,5 Milliarden Menschen) und machen 36 % des weltweiten BIP aus, das sich auf rund 29 Billionen US-Dollar beläuft.
Der gemeinsame Anteil des Blocks an der globalen Ölproduktion beträgt 44 %, was ihm ein enormes Verhandlungsgewicht in Bezug auf Energiesicherheit und globale Wirtschaftsdiskussionen verleiht.
Strenge neue Kriterien für die Mitgliedschaft
Länder, die der BRICS-Staaten angehören wollen, müssen einige ziemlich strenge Anforderungen erfüllen.
Der russische Vizeaußenminister Sergej Rjabkow erläuterte kürzlich diese Bedingungen und betonte, dass neue Mitglieder ein Engagement für die Missachtung westlicher Sanktionen unter Beweis stellen müssten.
Sie müssen zudemdent Souveränität unabhängiger Staaten wahren. Bewerber müssen sich außerdem mit den BRICS-Kernprinzipien der Gleichheit, des gegenseitigen Respekts und der Inklusivität identifizieren.
Sie müssen sich verpflichten, die Multipolarität zu unterstützen und die Rolle der Entwicklungsländer in der globalen Governance zu stärken.
Die wirtschaftliche Lage ist ein weiterer Faktor. Die interessierten Länder müssen übertronVolkswirtschaften und einen großen regionalen und globalen Einfluss verfügen, insbesondere im Hinblick auf den Handel mit bestehenden Mitgliedern.
tronmatic Beziehungen zu allen BRICS-Staaten sind ebenfalls erforderlich.
Die Entdollarisierungsmission
Eines der wichtigsten Ziele für die BRICS-Staaten ist die Entdollarisierung. Der Staatenbund arbeitet aktiv daran, die Abhängigkeit vom US-Dollar im Welthandel zu verringern.
Putin hat erklärt, dies werde ein wichtiger Tagesordnungspunkt des Gipfels sein. Der Präsidentdent , dass 75 % des russischen Handels mittlerweile ohne Dollar abgewickelt werden.
Ein Faktor, der den Ländern hilft, ihre Ziele zur Entdollarisierung zu erreichen, ist die Überlegung, ein völlig neues Zahlungssystem zu schaffen, um SWIFT ablösen zu können.
Die BRICS-Staaten arbeiten seit 2015 daran. Auch der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, wurde zum Gipfeltreffen eingeladen.
Berichten zufolge strebt die Gruppe auch den Aufbau engerer Allianzen in Bereichen wie Kulturaustausch, wissenschaftliche Zusammenarbeit, Gesundheitswesen und Umweltschutz an.
Diese Bemühungen sind Teil einer Strategie, einetronund geeintere Front gegen das zu bilden, was sie als neokoloniale Praktiken des Westens wahrnehmen.

