Die Schweizer Bank InCore hat eine Partnerschaft mit der Kryptobörse Kraken angekündigt und ist damit das erste Finanzinstitut des Landes, das Bankdienstleistungen für Kraken-Nutzer anbietet.
Laut der Ankündigung bedeutet die neue Partnerschaft, dass Kraken-Kunden mit Sitz in der EU ihre Wallets über SEPA-Einlagen (Single Euro Payments Area) aufladen können. SEPA ist das Zahlungsintegrationsprojekt, das die EU ins Leben gerufen hat, um Euro-Banküberweisungen zu vereinfachen.
Darüber hinaus ermöglicht die neue Vereinbarung Kraken-Kunden, ihre Handelskonten auch mit vier verschiedenen Fiatwährungen aufzuladen, nämlich dem britischen Pfund, dem Schweizer Franken, dem kanadischen Dollar und dem Euro.
Mark Dambacher, CEO der Schweizer Bank InCore, äußerte sich in einer Stellungnahme erfreut über die neue Partnerschaft und merkte an, dass diese die Akzeptanz von Kryptowährungen steigern und Kraken in der Krypto-Community bekannter machen werde.
Die Schweizer Bank InCore erweitert ihr Serviceangebot für institutionelle und private Kunden
Laut CEO der Schweizer Bank InCore soll der neue Bankservice sowohl institutionellen als auch privaten Kunden angeboten werden.
„Private und institutionelle Kunden, die ihr Portfolio auf intelligente und innovative Weise mit Kraken diversifizieren möchten, können Fiat-Währungen über die InCore Bank an die Kryptobörse “, sagte er.
Darüber hinaus erklärte der CEO der Schweizer Bank InCore, Kryptowährungen seien eine wertvolle Ergänzung des modernen Vermögensmanagements. Er führte weiter aus, dass sie in naher Zukunft als Zahlungsmittel und Anlageinstrument unverzichtbar sein würden.
Es ist erwähnenswert, dass die Schweizer InCore Bank gemessen am gesamten verwalteten Vermögen die 209. größte Bank des Landes ist und die neue Partnerschaft die Akzeptanz von Kryptowährungen in der Schweiz zweifellos fördern würde.
Bemerkenswerterweise hat sich die Schweizer Bank in letzter Zeit auch verstärkt auf Dienstleistungen im Bereich digitaler Währungen konzentriert, da sie kürzlich von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) die Genehmigung erhalten hat, Brokerage-, Verwahrungs- und Tokenisierungsdienstleistungen für digitale Vermögenswerte anzubieten.
Kraken-Wachstum im Kryptobereich
Das in Kalifornien ansässige Unternehmen verzeichnet seit seiner Gründung ein stetiges Wachstum im Kryptobereich. Laut Maximilian Marenbach, Leiter des Bank- und Zahlungsverkehrs, soll die neue Partnerschaft mit der Schweizer Bank InCore die Servicequalität verbessern und eine sichere Verbindung zwischen dem traditionellen Finanzsystem und dem Kryptosektor schaffen.
Kraken hat kürzlich angekündigt, den Betrieb in Sydney, Australien, aufzunehmen. Lokale Kunden können ihre Konten dort in australischen Dollar (AUD) aufladen. Die Börse bietet Nutzern, die Einzahlungen über Okso- und PayID-fähige australische Bankkonten tätigen, eine sofortige Gutschrift an.
Aktuell belegt die Kryptobörse laut der Datenanalyse-Website Nomics gemessen am Handelsvolumen den zehnten Platz weltweit. Zudem übernahm Kraken im Januar 2020 BitTrade, eine der ältesten australischen Kryptowährungsbörsen.

