Unmittelbar nach der Anhörung des Kartellausschusses des Senats zu Facebook Libra, bei der der Chef der Calibra-Wallet, David Marcus, vor dem Ausschuss erschien, dementieren die Schweizer Behörden jeglichen Kontakt zu den Befürwortern von Facebook Libra.
Hugo Wyler hingegen scheint mit dem Schritt von Facebook nicht einverstanden zu sein. Hugo ist Leiter der Kommunikationsabteilung beim Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB).
gegenüber CNBC , dass die Entwickler von Libra trotz der öffentlichen Ankündigung von Facebook, die genannte Abteilung an sie zu übergeben, den EDPI noch nicht kontaktiert hätten. Zudem reichten die von Facebook bereitgestellten Informationen nicht aus, um Fortschritte zu erzielen.
David Marcus, Leiter des Facebook-Projekts Calibra (der digitalen Geldbörse für Libra), wurde für seine Verteidigung von Libra und dessen Funktionsweise nicht verschont. Auch Senator Sherrod Brown, Mitglied des Bankenausschusses des Senats, bezeichnete Facebook als gefährlich.
Facebook wurde nach der Bedrohungsmeldung nicht einfach in Ruhe gelassen. Stattdessen wurden ältere Konten reaktiviert, alte Gräber wieder geöffnet und dem Social-Media-Giganten wurde klargemacht, dass es in der Vergangenheit Probleme gegeben hatte. Schwere Probleme, wie etwa die Missachtung der Privatsphäre der Nutzer. Ja, da fielen tatsächlich Schüsse. Der Ausschuss ist strikt gegen die Idee von Libra als Stablecoin.
David Marcus sagte in seinem Interview, dass wir Facebook nicht mehr vertrauen müssten. Damit meint er, dass Facebook die Verantwortung für den Datenschutz an die Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitskommission (EDÖB) in der Schweiz abgeben wird.
Laut David Marcus in seinen Anhörungen wäre die Schweizer Finanzmarktaufsicht (FINMA) für alle aufsichtsrechtlichen Maßnahmen im Zusammenhang mit Libra zuständig. Die Aufsichtsbehörde bestätigte diesen Schritt.
Dies wurde später vom Leiter der Calibra-Abteilung bei Facebook bestätigt. Von Anfang an sieht es nicht gut aus für Facebook, und dies verschärft die Probleme nur noch . Der unzureichende Plan und das Stigma, dass der Datenschutz der Nutzer lediglich eine untergeordnete Rolle spielt, führen zu immer größeren Kontroversen.
Schweizer Behörden dementieren Kontakt zu Facebook