Der ehemalige Trump-Berater Roger Stone steht erneut im Zentrum einer Kontroverse, nachdem eine angebliche Aufnahme aufgetaucht ist, in der er über einen Mordkomplott gegen die demokratischen Kongressabgeordneten Jerry Nadler und Eric Swalwell spricht. Stone wies die Aufnahme umgehend als „KI-generierten Clickbait-Unsinn“ zurück.
Die mutmaßliche Verschwörung und ihr Kontext
dent 2020 seinem Sicherheitsbeamten Sal Greco sagt, Nadler oder Swalwell „müssten sterben“. Zu dieser Zeit waren sowohl Nadler als auch Swalwell Mitglieder des Justizausschusses des Repräsentantenhauses und planten eine Untersuchung der dent Präsident Trump, Stones 40-monatige Haftstrafe wegen Anklagen wie Behinderung der Justiz, Zeugenbeeinflussung und Meineid vor dem Kongress zu verkürzen.
Die Journalistin Diana Falzone enthüllte als Erste die Existenz dieser angeblichen Aufnahme, die während eines Gesprächs zwischen Stone und Greco im Caffe Europa in Fort Lauderdale entstanden sein soll. Stone forderte die Veröffentlichung der Aufnahme und stellte deren Echtheit infrage. Er beteuerte: „Ich habe nie über die Ermordung irgendjemandes gesprochen.“
Mediaite veröffentlicht angebliche Aufnahme
Auf Stones Forderungen hin veröffentlichte Mediaite einen 19-sekündigen Ausschnitt der Aufnahme. Sie räumten jedoch ein, dass dieser zum Schutz ihrer anonymen Quelle, die angeblich Vergeltungsmaßnahmen von Stone befürchtete, „leicht bearbeitet“ worden sei. In dem veröffentlichten Teil ist eine Stimme zu hören, die angeblich Stone gehört: „Lasst uns Swalwell suchen und die Sache hinter uns bringen.“ Die Stimme fährt fort: „Entweder Swalwell oder Nadler muss vor der Wahl sterben. Sie müssen es endlich kapieren. Ich lasse mir das nicht länger gefallen.“
Roger Stone reagierte tron auf die Veröffentlichung der Aufnahme und beharrte darauf, dass sie „total gefälscht“ sei und von einer „KI-Fälschung“ stamme. Er behauptete außerdem, die dent der anonymen Quelle von Mediaite zu kennen und gab an, dass diese wegen Prostitution und Drogenhandel vorbestraft sei.
Stone, ein langjähriger Freund und Berater von Donald Trump, ist seit den frühen 1970er Jahren politisch aktiv, als er für republikanischedentarbeitete. Bekannt wurde er durch die Untersuchung von Sonderermittler Robert Mueller zu mutmaßlichen russischen Einmischungen in diedent2016. Im November 2019 wurde Stone wegen Behinderung der Justiz, Zeugenbeeinflussung und Meineids vor dem Kongress zu 40 Monaten Haft verurteilt.
Reaktion von Nadler und Swalwell
Der Kongressabgeordnete Jerry Nadler äußerte sich verärgert überdent Trumps Begnadigung von Stone im Juli 2020. Er erklärte, dies habe das Justizsystem mit „Parteilichkeit und Vetternwirtschaft“ infiziert und den Rechtsstaat angegriffen. Schließlichdentdent Trump Stone im Dezember 2020, kurz vor seinem Ausscheiden aus dem Amt.
Mediaite hat zwar nicht auf Stones Vorwürfe reagiert, die Aufnahme sei eine KI-Fälschung, verweist aber auf Stones frühere Aufrufe zur Gewalt, die in dem Dokumentarfilm „A Storm Foretold“ von 2023 dokumentiert sind. In einem Ausschnitt ist Stone zu hören, wie er sagt: „Scheiß auf die Wahlen, lasst uns gleich zur Gewalt übergehen. Schießen, wenn ihr einen Antifa seht, schießt, um ihn zu töten.“ Später fügte er hinzu: „Ich mache natürlich nur Spaß. Wir lehnen Gewalt komplett ab. Wir lehnen Gewalt ab. Nur die Linke wendet Gewalt an.“
Sal Greco, der NYPD-Beamte, der mutmaßlich bei dem in der Aufnahme festgehaltenen Gespräch anwesend war, hat die Äußerungen nicht dementiert, ihre Bedeutung aber heruntergespielt. Greco wurde im August 2022 aufgrund seiner Verbindung zu Roger Stone vom NYPD entlassen.

