Laut einem Bericht des Krypto-Verwahrers Copper erreichte die monatliche Wachstumsrate von Stablecoins bis zum 24. Juni kaum 1,5 %. Dies ist ein deutlicher Rückgang gegenüber den Wachstumsraten von über 5 %, die wir im April und Mai verzeichneten.
Der führende Stablecoin Tether verzeichnete im Juni den geringsten Liquiditätszuwachs des Jahres. Gleichzeitig wird vermehrt über Gold gesprochen. Tether bietet sogar einen goldgedeckten synthetischen Dollar an. Offenbar suchen alle nach solider Stabilität, selbst wenn diese durch Gold gedeckt ist.
Es ist offensichtlich, dass nicht mehr so viel Geld in die Kryptomärkte fließt wie früher. Dies geschieht, während Bitcoin und Ethereum mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben und auch die kleineren Altcoins nicht an Fahrt gewinnen.
Es herrscht auch große Besorgnis hinsichtlich der möglichen Notierung eines Ethereum ETFs. Viele fragen sich, ob die Tokenomics Investoren anlocken werden. Da ETF-Anleger keine Staking-Renditen erhalten, liegt der Fokus nun darauf, wie schnell Ethereum sein Angebot verbraucht.
Der Forschungsleiter von Copper erklärte:
Dies deutet darauf hin, dass weniger Liquidität in die Kryptomärkte fließt, da Bitcoin und Ethereum unter Abwärtsdruck stehen und Altcoins weit zurückliegen und kurzfristig kaum Hoffnung auf eine signifikante Erholung besteht. Bitcoin-Kurs folgt im Verhältnis zu diesen Kapitalflüssen einem einheitlichen Pfad. Obwohl dies kein Indikator für eine steigende Nachfrage ist, zeigt es doch, ob Anleger weniger begeistert davon sind, ihre Bitcoin mit Abschlag zu verkaufen, selbst wenn sie einen Kurssturz erwarten
In den letzten 70 Tagen ist das Angebot an Ethereumlangsam gestiegen, mit einer jährlichen Inflationsrate von 1,39 % – nur geringfügig niedriger als die Mining-Belohnungen von Bitcoin.
Bitcoin bleibt an der Spitze
Ein Bericht von Bybit, der den Zeitraum von Dezember 2023 bis Mai 2024 abdeckt, zeigt, dass Bitcoin weiterhin dominiert und 26 % aller Vermögenswerte ausmacht, die Nutzer auf der Plattform halten. Der Anteil von Stablecoins ist jedoch deutlich gesunken, von über 50 % im Dezember auf knapp 43 % im Mai.

Institutionelle Anleger tendieren zunehmend zu Bitcoin und Ethereumund betrachten diese als bedeutende Vermögenswerte. So hielten institutionelle Anleger im Mai beispielsweise 38,9 % ihrer Kryptowährungen in Bitcoin und 20,3 % in Ethereum. Auch Privatanleger bevorzugen Bitcoin gegenüber Ethereum, wenngleich der Unterschied nicht so groß ist.
Jai Hamid

