Laut lokalen Medienberichten haben die spanischen Strafverfolgungsbehörden 35 Personen festgenommen, die offenbar Bankkarten gefälscht und die Einnahmen über Bitcoin legalisiert haben.
Dem Bericht zufolge erwarb die Gruppe mehr als sechshunderttausend Euro, was mehr als sechshundertvierundsiebzigtausend Dollar (64.000 US-Dollar) entspricht, und legalisierte mehr als eine Million Euro, d. h. ungefähr eine Million Dollar, über BTC.
Darüber hinaus hat die Polizei von Alicante im Rahmen dieser Aktion angeblich mehr als 1.020 Cyberkriminalitätsdelikte aufgeklärt. Die mutmaßlichen Aktivitäten der Beschuldigten betrafen mehr als 219 Personen in Spanien sowie weitere Opfer in anderen Ländern (Israel, Dänemark, Deutschland, Frankreich und Griechenland).
Wie La Verdad berichtete, beobachtete die Polizei den illegalen Gebrauch von über hundert Bankkarten in Spanien und anderen Staaten. Auslöser der Ermittlungen war eine Beschwerde eines Autovermieters, der den unbefugten Einsatz seiner Bankkarten auf Online-Plattformen festgestellt hatte.
Die Gruppe soll mit drei verschiedenen Methoden vorgegangen sein: Phishing, Klonen der Karten und Erlangen von Genehmigungen durch Kreditkartenbelege mittels eines Kreditkartenbetrugs.
Die Gruppe soll mit den so erworbenen Kreditkarten Pensionen, Touren, Zugfahrkarten und Mietwagen bezahlt und diese ihren Kunden zu günstigeren Konditionen angeboten haben. Firmen, die unter der Kontrolle der Gruppe standen, sollen in Estland, Großbritannien und Finnland ansässig gewesen sein und die Einnahmen in Bitcoin (BTC) akzeptiert haben.
Früheren Berichten zufolge wurden in Spanien acht Personen wegen des Verdachts der Geldwäsche mit Kryptowährungen festgenommen. Die Strafverfolgungsbehörden gehen außerdem verstärkt gegen Krypto-Anonymisierungsdienste vor, die als Krypto-Mixer oder -Tumbler bezeichnet werden.

