Zusammenfassung (TL;DR)
- Nach vier Jahren will Südkorea das ICO-Verbot aufheben.
- Die Behörden wollen, dass ICOs streng reguliert werden.
- Korea hat ICOs im Jahr 2017 aufgrund von Finanzkriminalität verboten.
Nachdem Südkorea im Jahr 2017 ein Verbot für Initial Coin Offerings (ICOs) verhängt hatte, erwägt das Land nun die Aufhebung des Verbots und führt Maßnahmen zur Regulierung des Sektors ein.
Die koreanische Finanzaufsichtsbehörde forderte, die Kapitalbeschaffung mittels Krypto-Token in das Kapitalmarktgesetz des Landes aufzunehmen.
Laut einem lokalen Bericht aus Südkorea fordert Do Gyu-sang, Vizepräsident der südkoreanischen Finanzdienstleistungskommission (FSC), ein schnelles Vorgehen gegen ICOs im Land.
Als Herr Do vor dem Politischen Ausschuss der südkoreanischen Nationalversammlung erschien, argumentierte er, dass ICOs in das Kapitalmarktgesetz des Landes aufgenommen werden müssten.
Südkoreas Anforderung an die ICO-Regulierung
Er sagte, die Regulierung von ICOs erfordere eine erneute Prüfung der geltenden Finanzberichtspflichten. Der stellvertretende Vorsitzende der FSC nannte unter anderem Whitepaper, Anlegerprospekte und Wertpapiererklärungen als mögliche Berichtspflichten für eine ordnungsgemäße Regulierung des Sektors nach Aufhebung des Verbots.
Herr Do merkte an, dass die Dokumente unter anderem Abschnitte enthalten sollten, die detaillierten Projektbeschreibungen, der virtuellen Anlageklasse, Informationen über wichtige Geldgeber und der zugrunde liegenden Technologie gewidmet sind.
Der Vizepräsident des FSC forderte in einem dem Politischen Ausschuss vorgelegten Papier auch detaillierte Informationen zu Transaktionsrisiken, damit verbundenen Steuern und Gebühren.
Warum Korea ICOs im Jahr 2017 verboten hat
Die südkoreanische Finanzdienstleistungskommission hat angekündigt, dass alle Initial Coin Offerings ( ab November 2017 verboten werden
„Sämtliche Initial Coin Offerings (ICOs) werden verboten, da der Handel mit virtuellen Währungen streng kontrolliert und überwacht werden muss“, erklärten sie.
„Die Entscheidung, ICOs als Instrument der Kapitalbeschaffung zu verbieten, wurde getroffen, da die Regierung darin ein erhöhtes Risiko für Finanzbetrug sieht.“ Für alle an der Durchführung von ICOs Beteiligten würden „strenge Strafen“ verhängt, erklärte die Behörde in jenem Jahr.
Das Land verbot ICOs, nachdem China im September 2017 ICOs verboten hatte, nachdem es damals gegen mehrere Bitcoin Börsen vorgegangen war.
Südkorea