Die Finanzdienstleistungskommission (FSC) hat Änderungsvorschläge veröffentlicht, die Führungskräfte von Krypto-Unternehmen verpflichten, vor ihrer Ernennung eine behördliche Genehmigung einzuholen. Diese Entwicklung markiert einen Wendepunkt in der Aufsicht über den Kryptosektor. Die FSC will damit die bestehenden Schwachstellen der Gesetzgebung beheben.
Verstärkte Regulierungsmaßnahmen für die Ernennung von Führungskräften
Die FSC hat ihre Absicht bekannt gegeben, die rechtlichen Rahmenbedingungen der südkoreanischen Kryptoindustrie zu überarbeiten. Gemäß den vorgeschlagenen Änderungen bedarf jede Änderung in der Führungsriege südkoreanischer Kryptowährungsunternehmen der vorherigen Genehmigung der FSC. Diese Bestimmung fehlt in den bestehenden Gesetzen des Landes zur Offenlegung von Finanztransaktionsinformationen. Die Initiative soll sicherstellen, dass Personen in Schlüsselpositionen von Kryptounternehmen bestimmte regulatorische Standards erfüllen und somit die Integrität und Stabilität des Kryptomarktes stärken.
Die Änderungen sollen vom Ministerium für Regierungsgesetzgebung geprüft werden, bevor sie einem von der FSC geleiteten Abstimmungsverfahren unterzogen werden. Sollten die Vorschläge die notwendige Zustimmung erhalten, werden sie voraussichtlich bis Ende März in Kraft treten, wie Money Today berichtet. Diese regulatorische Überarbeitung unterstreicht das Engagement der FSC für eine Stärkung der Governance im Kryptosektor mit dem Ziel, Risiken zu minimieren und ein sichereres Investitionsumfeld zu fördern.
Stärkung der Aufsicht und der öffentlichen Beteiligung
Die Änderungen der FSC-Richtlinien erweitern ihren regulatorischen Rahmen und sehen zudem die Befugnis vor, die Überprüfung der Lizenzregistrierung eines Krypto-Unternehmens vorübergehend auszusetzen, wenn gegen das Unternehmen oder seine verbundenen Unternehmen von lokalen oder internationalen Aufsichtsbehörden ermittelt wird. Diese Maßnahme soll verhindern, dass Unternehmen mit fragwürdiger Compliance-Historie in der Branche tätig werden und somit die Interessen der Anleger schützen und die Marktintegrität wahren.
Die Vorschläge der FSC beinhalten Bestimmungen, die es der Aufsichtsbehörde ermöglichen würden, die Registrierung eines Unternehmens zu widerrufen, wenn festgestellt wird, dass es gegen das Gesetz über die Corporate Governance von Finanzunternehmen verstößt, indem es eine Führungskraft unrechtmäßig ernennt.
Konkret sind Personen, die wegen einer Straftat verurteilt wurden und deren Haftstrafe noch keine fünf Jahre zurückliegt, von Führungspositionen in Krypto-Unternehmen ausgeschlossen. Diese Klausel soll sicherstellen, dass Führungspositionen von Personen mit einwandfreiem Leumund besetzt werden und spiegelt den strengen Ansatz der FSC (Financial Services Commission) in Bezug auf Corporate Governance im Finanzsektor wider.
Die Ankündigung erfolgt im Anschluss an BinanceBekanntgabe, dass das Unternehmen angesichts von Bedenken der südkoreanischen Finanzdienstleistungskommission (FSC) eine Reduzierung seiner Beteiligung an der südkoreanischen Börse Gopax erwägt. Die Verzögerung bei der Genehmigung der Strukturänderungen von Gopax nach der Übernahme durch Binanceunterstreicht die vorsichtige Haltung der FSC gegenüber Unternehmen mit ungeklärten Rechtsfragen, insbesondere solchen, die außerhalb Südkoreas aufsichtsrechtlichen Prüfungen unterliegen.
Um Transparenz zu fördern und die Öffentlichkeit einzubeziehen, hat die FSC die Möglichkeit eröffnet, bis zum 4. März Feedback zu den vorgeschlagenen Änderungen abzugeben. Dieser partizipative Ansatz unterstreicht das Engagement der FSC, den regulatorischen Rahmen in Zusammenarbeit mit den Interessengruppen zu verfeinern und ein Gleichgewicht zwischen Innovationen im Kryptobereich und dem Gebot des Anlegerschutzes herzustellen.

