Berichten zufolge hat die SEC einen weiteren ICO-Betrug aufgedeckt, indem sie Klage gegen den 27-jährigen CEO von Fantasy Market, einem online betriebenen Marktplatz für Erwachsene, erhoben hat.
Während sich einerseits Organisationen und Einzelpersonen Initial Coin Offerings (ICOs) zuwenden, um auf einfache Weise Geld für ihre Projekte zu beschaffen oder an neuen Investitionsmöglichkeiten teilzunehmen, sucht andererseits die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde (SEC) weiterhin nach Möglichkeiten, die einst so stark wachsende ICO-Landschaft einzuschüchtern.
Kern der Maßnahmen der SEC gegen ICOs ist die Argumentation, dass es sich bei den Token-Verkäufen tatsächlich um Wertpapierangebote handelt und diese daher registriert werden müssen.
Aufdeckung eines weiteren ICO-Betrugs aus der Vergangenheit
Laut den jüngsten Gerichtsverfahren hat Jonathan Lucas, CEO und ehemaliger Gründer des Online-Erotikunternehmens, vor zwei Jahren, vom 3. September bis zum 16. Oktober 2017, ein ungesetzliches ICO-Schema durchgeführt. Mit dem Ziel, bis zu 25 Millionen Dollar durch den Verkauf des digitalen Tokens Fantasy Market (FMT) zu erwirtschaften, gelang es Lucas laut Anklage, mit Hilfe von über hundert Investoren in einem nicht gerechtfertigten Wertpapierangebot 63.000 Dollar einzusammeln.
Laut LinkedIn-Profil ist Fantasy Market ein digitaler Marktplatz für Rollenspiele und Live-Auftritte für Erwachsene.
Die SEC wirft Lucas unter anderem vor, falsche Informationen verbreitet zu haben, indem er behauptete, es gäbe eine „funktionierende Beta“-Version des Unternehmens, die offenbar nicht existiert. Darüber hinaus habe er ein fiktives Managementteam inszeniert und falsche Angaben zu seiner bisherigen Berufserfahrung gemacht, so die SEC in ihrer Klage.
Der CEO des inzwischen aufgelösten Unternehmens Fantasy Market soll seine Investoren getäuscht haben, indem er ihnen versprach, der Token werde an großen Kryptowährungsbörsen gehandelt. Er behauptete außerdem, die Autorisierung der Investoren überprüft und die Sicherheit der Token-Transaktionen auf der ERC-20-Blockchain bestätigt zu haben. Die US-Börsenaufsicht SEC stellt fest, dass keine dieser Aussagen zutraf.
Und während der Angeklagte den Investoren versprach, die Produktmerkmale mithilfe des eingeworbenen Kapitals zu verbessern, floss das Geld in Wirklichkeit in Marketingmaßnahmen des Unternehmens, erklärt die SEC.
Obwohl Lucas es nach mehreren Beschwerden schaffte, die Investoren zurückzuzahlen, schlägt die SEC eine Zivilstrafe von fünfzehntausend Dollar (15.000 US-Dollar), ein fünfjähriges Berufsverbot für Führungskräfte und Direktoren sowie ein dauerhaftes Verbot der Teilnahme an nicht registrierten Wertpapierangeboten vor, alles vorbehaltlich der gerichtlichen Genehmigung.
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