Krypto-Miner sehen in Russland ein Paradies, wo die niedrigen Temperaturen die Hardware-Ausbeute und den Energieverbrauch verbessern. Hermann Gref, der Vorstandsvorsitzende der staatlichen Sberbank, hat zudem angedeutet, dass die Blockchain innerhalb von drei Jahren bereit sein werde, die Grundlage für einen Krypto-Boom im Land zu bilden.
In seiner Rede auf dem Finnopolis-Forum über die Zukunft von Kryptowährungen inmitten eines einjährigen Abwärtstrends deutete Gref an, dass die dezentralen Kryptowährungen voraussichtlich erst in zehn Jahren einen guten Höhepunkt erreichen werden.
Gref ist der Ansicht, dass es zum jetzigen Zeitpunkt zu weit hergeholt wäre, sich zu Kryptowährungen zu äußern, da die russischen Entscheidungsträger noch unentschlossen sind, ob sie dezentrale Kryptowährungen im Land zulassen sollen oder nicht.
Gref äußerte zudem, dass er persönlich den dezentralen Währungen positiv gegenüberstehe, dies aber nicht die offizielle Meinung des Staates sei und sich möglicherweise auch nie in eine offizielle Meinung des Staates umwandeln werde.
Andererseits könnte die Blockchain als Technologiemodell, das über Kryptowährungen hinaus Anwendung findet, innerhalb von drei bis fünf Jahren florieren, und die ihr zugrunde liegende Philosophie könnte die Herangehensweise in vielen Bereichen drastisch verändern.
Elvira Nabuillina, die Chefin der russischen Zentralbank, die ebenfalls an dem Forum teilnahm, zählt jedoch zu den russischen Beamten, die der Krypto-"Blase" skeptisch gegenüberstehen und sie für längst verblasst halten.
Experten im Bereich Krypto-Mining glauben, dass russische Regulierungen einen großen Einfluss auf verschiedene Kryptowährungen haben können, der für den Aufschwung der Branche von entscheidender Bedeutung sein kann.
Hermann Gef über Blockchain in Russland