Alexander Vinnick, der frühere Eigentümer der Kryptowährungsbörse BTC-e und Investor, lebt derzeit in Griechenland. Die russische Menschenrechtskommissarin Tatjana Moskalkwa hat jedoch in einem offiziellen Antrag seine Auslieferung von der griechischen Regierung gefordert.
Es wurde ein Antrag an das griechische Ministerium für Justiz, Transparenz und Menschenrechte gestellt, um den mutmaßlichen Betreiber der Kryptowährungsbörse, Vinnick, zurückzuholen. Vinnick wird der Geldwäsche von Milliardenbeträgen in US-Dollar beschuldigt. Unklar ist jedoch, für wen Vinnick tätig war und wohin das Geld geflossen ist.
Vinnick befindet sich seit Juli 2017 in griechischer Haft und ist seit November 2018 im Hungerstreik, um seine Rückführung nach Russland zu fordern. Laut dem russischen Kommissar protestiert Vinnick mit dem Hungerstreik gegen die unzumutbaren Bedingungen in der Klinik, in der er festgehalten wird.
Vinnick hat Berichten zufolge etwa 30 Prozent seines Gewichts verloren und auf Bitte der russischen Kommissarin zugestimmt, den Hungerstreik zu beenden. Kommissarin Moskalkva hingegen hat in einem Schreiben an den griechischen Minister Michalis Kalogir darauf hingewiesen, dass Vinnick nicht nur unter gesundheitlichen Problemen, sondern auch unter Eheproblemen leide.
Der Kommissar erklärte, dass auch seine Frau an Krebs erkrankt sei. Weiterhin führte er aus, dass in Russland ein Strafverfahren gegen Vinnick anhängig sei und seine Rückkehr es den russischen Behörden ermöglichen würde, ihre Ermittlungen in diesem Fall abzuschließen.
Der an den griechischen Minister gerichtete Brief wurde Berichten zufolge an dendent des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, den griechischen Ombudsmann und den Leiter des griechischen Gesundheitsministeriums weitergeleitet.
Auslieferungsantrag für Alexander Vinnick aus Griechenland