QuadrigaCX, die kanadische Kryptobörse, die nach dem Tod ihres CEOs Gerald Cotton in Schwierigkeiten geriet, hat noch immer keine Lösung für ihr Problem gefunden. Es kamen Gerüchte auf, der Tod sei inszeniert gewesen, um zu verschleiern, dass das Unternehmen nie über so viel Kapital verfügte.
Das Problem bestand darin, dass der CEO verstarb, ohne jemandem den privaten Schlüssel zu den Krypto-Wallets mit Token im Wert von rund 145 Millionen US-Dollar mitzuteilen. Das Unternehmen behauptet, keinen Zugriff mehr auf die Wallets zu haben. Es ist jedoch möglich, dass der Verstorbene die Schlüssel in einem Bankschließfach aufbewahrt hat.
Vor einigen Jahren war der Verstorbene in einem Podcast zu Gast, in dem die Funktionsweise von Quadriga CX erläutert wurde.
Cotton erläuterte zunächst die Folgen des Schlüsselverlusts und verglich ihn mit dem „Verbrennen von cash“. Einmal verloren, seien die Schlüssel unwiederbringlich verloren und man habe keinen Zugriff mehr auf seine Token. Anschließend ging er auf die von QuadrigaCX angewandte Lösung ein und sprach über Papier-Wallets.
Er erklärte, der private Schlüssel sei ein komplexer Code, der zum Senden von Bitcoinbenötigt werde, während der öffentliche Schlüssel einfacher sei und eine Adresse darstelle, an die man Bitcoinempfangen könne. Die Lösung bestehe darin, den privaten Schlüssel auszudrucken, ihn in einem Bankschließfach zu deponieren und den öffentlichen Schlüssel zum Senden von Coins zu verwenden. Die Schlüssel blieben sicher, solange die Bank nicht gehackt werde.
Er fügte hinzu, dass QuadrigaCX verschiedene private Schlüssel bei der Bank speichert und Bitcoinüber ihre öffentlichen Adressen versendet. Das bedeutet, dass die Schlüssel (sofern sie auf die beschriebene Weise gespeichert wurden) von der Bank abgerufen werden können.
Unterdessen wurde der Börse am 5. Februar ein 30-tägiger Gläubigerschutz gewährt, der sie vor Klagen von Investoren schützt.
quardigaCX-Problem gelöst