In einem bedeutenden Schritt hat PayPal seinen Stablecoin PYUSD auf Venmo eingeführt. Zunächst steht diese Funktion nur einer ausgewählten Nutzergruppe zur Verfügung. In den kommenden Wochen wird sie jedoch für alle Nutzer freigegeben. Venmo-Nutzer können PYUSD nun mit ihrem Guthaben kaufen und an jeden mit einem Venmo-, PayPal- oder einem kompatiblen externen Wallet senden.
Darüber hinaus können Venmo-Nutzer nun Geld an jeden senden, der über eine mit dem Dienst kompatible externe Wallet verfügt. Dies gilt auch für Unternehmen, die PYUSD-Zahlungen akzeptieren. Nutzer sollten jedoch beachten, dass Blockchain-Netzwerke mit Kosten verbunden sind.
Die Paxos Trust Company emittiert PYUSD. Dieser ist durch Einlagen in US-Dollar, kurzfristige US-Staatsanleihen und andere cash gedeckt. Bemerkenswert ist, dass Paxos anfänglich rund 24,9 Millionen US-Dollar beigesteuert hat. Laut Etherscan-Daten beträgt der aktuelle Umlauf von PYUSD beachtliche 44,376 Millionen US-Dollar.
Neben der Integration in Venmo hat sich PYUSD auch in nativen Krypto-Anwendungen etabliert. Es ist nun auf ausgewählten Börsen wie Crypto.com, Bitstamp, Coinbase und Kraken verfügbar. Führende Wallets wie MetaMask, Ledger und Phantom unterstützen es ebenfalls. Verwahrstellen wie Fireblocks, Copper, Paxos und Fordefi setzen ebenfalls auf PYUSD. Darüber hinaus haben Krypto-Zahlungsdienstleister wie Bitpay und diverse dezentrale Anwendungen es integriert.
Das New Yorker Finanzaufsichtsamt hat PYUSD seine Zustimmung erteilt. Diese Anerkennung stärkt die Glaubwürdigkeit des Stablecoins zusätzlich.
Stablecoins, die an traditionelle Währungen oder Rohstoffe gekoppelt sind, stehen im Mittelpunkt zahlreicher Diskussionen. Meta beispielsweise musste seine Pläne für den Stablecoin Diem aufgrund regulatorischer Bedenken aufgeben. Auch PayPal hat die Entwicklung seines Stablecoins Berichten zufolge aufgrund verschärfter regulatorischer Kontrollen vorerst gestoppt.
PayPals Engagement im Kryptobereich ist jedoch schon länger zurückliegend. Bereits 2020 war das Unternehmen der erste Online-Zahlungsanbieter, der US-Kunden Kryptowährungsdienste anbot. Diese konnten Kryptowährungen kaufen, speichern und handeln. 2021 führte PayPal „Checkout with Crypto“ ein. Mit diesem Tool konnten Nutzer online mit Bitcoinbezahlen. Außerdem ermöglichte PayPal seinen Nutzern seither, Bitcoin an andere Börsen zu transferieren.
PayPal führt eine Kryptowährungs-Hub-Funktion ein