Jüngsten Berichten zufolge haben Tausende von Kryptowährungskreditgebern und -händlern in Nigeria den Zugriff auf Millionen von Dollar verloren. Paxful, ein führender estnischer Kryptowährungsdienstleister, wird des umfassenden Betrugs schuldig gesprochen, da er angeblich zahlreiche Konten, insbesondere von Nigerianern, gesperrt hat. Betroffene Nutzer aus Nigeria sind von ihrem Online-Geld abgeschnitten und haben keinerlei Möglichkeit, auf ihre Gelder zuzugreifen.
Paxful ist eine der am häufigsten und am weitesten verbreiteten Organisationen auf dem afrikanischen Kontinent. Das Unternehmen hat Berichten zufolge bereits mehrere Schulen errichtet und plant, in Zukunft weitere zu bauen.
Darüber hinaus hat das Unternehmen ein Stipendium in Höhe von 15.000 US-Dollar für afghanischedentin den USA eingerichtet, um deren Ausbildung zu fördern. Die Organisation hat vermutlich auch die notwendigen Schritte unternommen, um ein Blockchain-Zentrum in einer wichtigen nigerianischen Stadt zu errichten.
Die Nichtregierungsorganisation United Resolve for Global Peace hat eine Petition bei der Kommission für Wirtschafts- und Finanzkriminalität eingereicht. Die NGO wirft Paxful Betrug vor. Die Kommission hat den Eingang der Petition bestätigt und großes Interesse an der Einleitung von Ermittlungen bezüglich gesperrter Gelder und deaktivierter Konten bekundet.
Als Reaktion auf massive Kritik an der Blockade nigerianischer Nutzer in verschiedenen Medien nutzte Paxful seinen Twitter-Account, um zu widersprechen. Der offizielle Paxful-Twitter-Account twitterte: „Unser Ziel bei Paxful ist es, eine sichere Online-Handelsplattform für Kryptowährungen für alle bereitzustellen. Zu diesem Zweck haben wir unsere Nutzungsbedingungen. Diese einfachen Richtlinien wurden ausschließlich zum Wohle aller Nutzer erstellt, sei es im Hinblick auf Ihre Kryptowährungen, Ihre Wallet oder jeden einzelnen Handel, den unsere Kunden auf unserer Plattform tätigen.“
Youssef, der Gründer von Paxful, bezog auf Twitter klar Stellung und betonte, dass Missbrauch und betrügerisches Verhalten von Paxful-Nutzern die Hauptursache des Problems seien. In einem Medieninterview äußerte er zudem Bedenken hinsichtlich des Status der Organisation, die die Petition ursprünglich eingereicht hatte, nämlich United Resolve for Global Peace. Er bekräftigte seine Unsicherheit, da die genaue Natur dieser „NGO“ unbekannt sei.
Der offizielle Twitter-Account des Unternehmens hat eine neutralere Haltung eingenommen und beteuert, dass die Sperrung der Konten ausschließlich aus triftigen Gründen erfolgt sei.
Kryptowährungen werden von der nigerianischen Zentralbank nicht anerkannt. Im vergangenen Jahr warnte die nigerianische Einlagensicherung (NDIC) ihre Staatsbürger vor der Verwendung von Kryptowährungen und betonte, dass diese Vermögenswerte nicht durch die NDIC versichert seien.
Nutzer von Paxful in Nigeria blockiert