Ein Mann aus Ohio wurde von der US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) wegen seiner Beteiligung an einem Kryptobetrug angeklagt. Michael W. Ackerman soll durch Verstöße gegen die Betrugsbekämpfungsvorschriften des US-amerikanischen Wertpapiergesetzes 33 Millionen US-Dollar ergaunert haben. Laut der von der SEC vor einem Bundesgericht in New York eingereichten Klage lockte Ackerman zusammen mit Komplizen Anleger mit falschen Versprechungen.
Krypto-Betrug lockt „Ärzteväter“ in die Falle
Ackerman und seine zwei namentlich nicht genannten Partner gründeten im Juni 2017 den Q3 Trading Club. Laut Anklage sammelte Ackerman über die beiden von ihm kontrollierten Unternehmen Q3 Trading Club und Q3 I, LP mehr als 33 Millionen US-Dollar von über 150 Investoren ein. Die Unternehmen, die zusammen als „Q3-Unternehmen“ bezeichnet werden, beschafften sich die Mittel durch den Verkauf von Wertpapieren in Form von trac .
Einer seiner Komplizen war ein Chirurg, der über Facebook Investoren für den Kryptobetrug anwarb. Er sprach gezielt Ärzte über eine private Facebook-Gruppe namens „Physicians Dads Group“ an. Ackermans Team behauptete, eine Handelsstrategie entwickelt zu haben, die außergewöhnliche Gewinne versprach.
Die SEC wirft Ackerman vor, Screenshots von Handelskonten des dritten Quartals gefälscht zu haben, um Anlegern falsche Kontostände vorzugaukeln. Darüber hinaus erhielten die Anleger Newsletter mit falschen Kontoinformationen, die den Eindruck erweckten, die Plattform erwirtschafte monatlich mindestens 15 Prozent Gewinn.
Die Behörde wirft Ackerman vor, Investoren hinsichtlich der Projektabwicklung und der Verwendung ihrer Gelder getäuscht zu haben. Er habe gegenüber seinen Partnern falsche Angaben zur Sicherheit der Investition gemacht und behauptet, Ackerman, der als Einziger Zugriff auf ihr Handelskonto hatte, sei nicht befugt, ohne einen zweiten Partner Gelder abzuheben.
Diese Behauptung war eine Lüge, und es gab keine derartigen Sicherheitsvorkehrungen. Tatsächlich verwendete Ackerman über 7 Millionen Dollar Anlegergelder für den Kauf zahlreicher Autos, Schmuck und die Renovierung eines Hauses. Den Partnern wird außerdem vorgeworfen, hohe Lizenzgebühren verlangt zu haben, ohne dies den Anlegern offenzulegen.
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