Die korrekte Steuerberechnung kann für Investoren in der Kryptowährungsbranche mitunter schwierig sein. Um Krypto-Assets steuerlich besser zu verstehen, hat die neuseeländische Steuerbehörde (Inland Revenue Department, IRD) die im Land tätigen Krypto-Unternehmen aufgefordert, die persönlichen Daten ihrer Kunden, einschließlich deren digitaler Währungsbestände, offenzulegen.
Die IRD fordert Krypto-Unternehmen zur Übermittlung von Kundendaten auf.
Der neuseeländische Nachrichtensender Radio New Zealand (RNZ) berichtete am Montag über die Entwicklung. Die neuseeländische Steuerbehörde forderte Kryptounternehmen auf, Informationen über die Art der von ihren Kunden gehaltenen Kryptowährungen sowie deren Wert preiszugeben. Der Hauptgrund für diese Anfrage ist weiterhin unklar; die Steuerbehörde erklärte jedoch in einer Stellungnahme, sie wolle ihr Wissen über Kryptowährungen .
Die Agentur schrieb:
Die neuseeländische Steuerbehörde (IRD) bittet um diese Informationen, um unser Verständnis des Krypto-Asset-Umfelds in Neuseeland zu verbessern und so herauszufinden, wie wir Steuerzahler am besten bei der Erfüllung ihrer Einkommensteuerpflichten unterstützen können.
Neuseeländische Krypto-Unternehmen kritisieren die Forderung der Steuerbehörde (IRD) als übertrieben, da Datenschutz in der Branche unerlässlich sei . Janine Grainger, CEO der lokalen Kryptowährungsbörse Easy Crypto, sagte:
„Ich vermute, die [IRD] weitet einfach ihre Steuerbasis aus, und Krypto-Assets erfreuen sich defiwachsender Beliebtheit. Wir beobachten einen enormen Anstieg der Beteiligung von Neuseeländern.“ Die Aufforderung an Krypto-Unternehmen, die persönlichen Daten ihrer Kunden preiszugeben, sei jedoch „herzzerreißend“.
Datenschutz ist entscheidend
Grainger erklärte, dass Datenschutz für die Kryptowährungsbranche von großer Bedeutung sei und das Bedürfnis nach Privatsphäre, Freiheit und Autonomie zu den Grundprinzipien von Kryptowährungen . Easy Crypto und andere Krypto-Unternehmen müssten der Anfrage jedoch nachkommen, da es laut Grainger keine rechtliche Grundlage gebe, die Herausgabe der Kundendaten zu verweigern.
Viele mögen denken: „Ich habe nichts zu verbergen, also was geht es mich an?“ Doch der Sinn der Privatsphäre besteht nicht darin, Menschen zu helfen, die etwas zu verbergen haben, sondern darin, eine faire, offene und freie Gesellschaft zu gewährleisten.

