Die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James schlägt den Crypto Regulation, Protection, Transparency and Oversight Act (CRPTO) vor, um die Regulierungsbefugnisse ihres Büros gegenüber der aufstrebenden Kryptowährungsbranche zu stärken.
Sollte der Gesetzentwurf verabschiedet werden, würde er die Durchsetzungsbefugnisse des Generalstaatsanwalts gegenüber in New York tätigen Kryptowährungsunternehmen ausweiten. Zudem würde er die Zuständigkeit des New Yorker Finanzdienstleistungsministeriums (NYDFS) für die Lizenzierung von Branchenteilnehmern und die Aufsicht über das staatliche Lizenzierungssystem für digitale Vermögenswerte bündeln. Der Gesetzentwurf zur Kryptowährungs- und Handelsaufsichtsbehörde (CRPTO) wird dem Senat und der Abgeordnetenkammer des Bundesstaates New York während der Legislaturperiode 2023, die bis zum 8. Juni läuft, zur Beratung vorgelegt.
Der Generalstaatsanwalt strebt die Zuständigkeit an, Gesetzesverstöße von Kryptofirmen zu verfolgen, Vorladungen auszustellen und zivilrechtliche Strafen in Höhe von 10.000 US-Dollar pro Verstoß für jede Einzelperson bzw. 100.000 US-Dollar pro Verstoß für jede Kryptofirma zu verhängen. Er beabsichtigt außerdem, Unternehmen zu schließen, die mutmaßlich Betrug und andere illegale Aktivitäten begehen.
Verbraucherschutz und Branchenbeschränkungen
Der Gesetzesentwurf zielt darauf ab, Verbraucher zu schützen, indem er Kryptobörsen zudent öffentlichen Prüfungen ihrer Finanzberichte verpflichtet und betrogene Kunden entschädigt. Er soll außerdem Interessenkonflikte begrenzen, beispielsweise wenn Personen Token ausgeben und gleichzeitig Marktplätze besitzen, auf denen diese Token gehandelt werden. Der Entwurf verpflichtet Kryptounternehmen zur Implementierung von KYC-Verfahren (Know Your Customer) und verbietet die Verwendung des Begriffs „Stablecoin“ für die Vermarktung virtueller Währungen, es sei denn, deren Wert steht in einem Verhältnis von eins zu eins zum US-Dollar.
dent Adrienne Harris von der NYDFS, die über 30 Krypto-Unternehmen beaufsichtigt, verteidigte die Bemühungen der Behörde bei der Regulierung virtueller Währungen und erklärte, dass der Verbraucher- und Marktschutz Priorität habe, während gleichzeitig New Yorks Position als globales Finanzzentrum erhalten bleibe.
Der Gesetzesvorschlag ist die jüngste Maßnahme von Generalstaatsanwältin James im Umgang mit dem Kryptomarkt. Ihr Büro hat Klagen gegen verschiedene Krypto-Plattformen eingereicht und Verbraucher wiederholt vor den Risiken von Krypto-Investitionen sowie den rechtlichen Verpflichtungen von Brokern und Händlern im Umgang mit digitalen Vermögenswerten gewarnt.
Der Generalstaatsanwalt von New York hat einen Gesetzentwurf eingereicht, der Krypto-Unternehmen zur Entschädigung betrogener Kunden verpflichtet