Ein kürzlich veröffentlichter Bericht der Society for Human Resource Management (SHRM) in Zusammenarbeit mit dem Burning Glass Institute (BGI) beleuchtet die potenziellen Auswirkungen generativer künstlicher Intelligenz ( GenAI ) auf verschiedene Berufe.
Der Berichtdentfünf hochqualifizierte Berufe – Wirtschaftsprüfer, Hypothekenmakler, Juristen, Steuerspezialisten und Marktforscher –, die besonders anfällig für Störungen durch KI-Technologien sind.
Der Wandel der Qualifikationsanforderungen im Zuge der KI-Integration
Dem Bericht zufolge müssen Mitarbeiter in diesen Positionen neue Kompetenzen erwerben, um sich an die sich wandelnde Arbeitswelt anzupassen. Traditionelle Aufgabenbereiche, wie beispielsweise der Kundenservice, werden sich voraussichtlich hin zur Verwaltung von Chatbots und der Überwachung automatisierter Prozesse verlagern. Ebenso könnten Datenanalysten zu KI-Datenspezialisten werden, da GenAI immer häufiger zum Einsatz kommt.
Erwartete Veränderungen am Arbeitsplatz
Der Bericht unterstreicht die zentrale Rolle, die GenAI voraussichtlich im kommenden Jahrzehnt bei der Umgestaltung von Arbeitsaufgaben und der Steigerung der Produktivität spielen wird. Während Unternehmen, die GenAI frühzeitig einsetzen, durch Automatisierung und Erweiterung von Aufgabenbereichen mit einer höheren Produktivität rechnen können, könnte der Übergang kurzfristig zu Entlassungen und einem Rückgang der Neueinstellungen führen, da sich die Arbeitgeber an das neue Paradigma anpassen müssen.
Trotz potenzieller Arbeitsplatzverluste in bestimmten Branchen geht der Bericht davon aus, dass höhere Gewinne aufgrund gesunkener Lohnkosten zur Schaffung neuer Arbeitsplätze und zu Preissenkungen bei Waren und Dienstleistungen führen werden. Er betont die Wichtigkeit von Umschulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen, um sicherzustellen, dass die Beschäftigten über die notwendigen Kompetenzen verfügen, um diese Übergangsphase erfolgreich zu meistern.
Empfehlungen für Personalverantwortliche
Personalchefs (CHROs) sollten die Zusammensetzung ihrer Organisationen analysieren und sich auf mögliche Umbrüche im Zuge der zunehmenden Verbreitung von KI einstellen. Personalabteilungen sollten prüfen, wie KI-Technologien verschiedene Aufgaben automatisieren, ergänzen oder transformieren könnten und die Mitarbeitenden auf diese Veränderungen vorbereiten.
Um die Produktivitätsvorteile der KI-Generation zu nutzen und sich auf mögliche Störungen im Arbeitsmarkt vorzubereiten, werden Unternehmen ermutigt, in Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen zu investieren. Dieser Ansatz stellt sicher, dass die Beschäftigten relevant bleiben und in Bereichen mit konstanterer Nachfrage eingesetzt werden können, wodurch die potenziellen negativen Auswirkungen von Arbeitsplatzverlusten abgemildert werden.

