IBM ist mit der Einführung der auf seinem Netzwerk basierenden Verwahrungslösung Shuttle in den Markt für Krypto-Verwahrung eingestiegen. Die Lösung nutzt ein Hardware-Sicherheitsmodul (HSM) anstelle von Offline-Speichern und soll daher deutlich effizienter sein.
Das Netzwerk unterscheidet sich von der Offline-Speicherung, bei der die privaten Schlüssel auf einem Gerät gespeichert werden, das mit keinerlei Netzwerken verbunden ist. Obwohl die Speicherung sicher sein mag, ist sie nicht effizient, und die Idee „klingt etwas widersprüchlich“, so Brad Chun, Chief Investment Officer von Shuttle.
Die Grundidee von HSM besteht darin, Unternehmen die einfache Verwaltung von Kundendaten zu ermöglichen und gleichzeitig deren Sicherheit vor Angriffen und Datenschutzverletzungen zu gewährleisten. Die Entnahme von Daten aus dem Cold Storage kann jedoch mitunter aufwendig sein.
In einem HSM werden die Daten verschlüsselt zwischen mehreren Datenebenen gespeichert, sodass sie zur Wiederherstellung und Datensicherung in bestehenden Datenbanken abgelegt werden können. Eine solche Lösung lässt sich auch für andere digitale Vermögenswerte als Kryptowährungen nutzen, beispielsweise für Immobilien und Ausweise.
Ein Sprecher betonte zudem, dass ein Plattformwechsel für diese Lösung problemlos möglich sei. Sollte zukünftig ein anderer Anbieter ein leistungsfähigeres Netzwerk als IBM bereitstellen können, könne die Lösung je nach Kundenwunsch auf dieses Netzwerk umgestellt werden.
IBM ist nicht der einzige Anbieter mit einem eigenen HSM, denn letzte Woche kündigte die Schweizer AG die Einführung ihrer eigenen HSM-Lösung an.
Die Verwendung von HSMs verringert jedoch die Sicherheit, die Kaltlagerung bietet. Die Leistungsfähigkeit dieser HSMs könnte über die Zukunft der Technologie entscheiden.
HSM neuer IBM Cloud-Kryptospeicher