Mehr als 200 Initial Coin Offerings (ICOs) und andere Krypto-bezogene Anlageprodukte werden derzeit von der North American Securities Administrators Association untersucht. Dies gab die North American Securities Administrators Association am 28. August im Rahmen ihrer Initiative „Operation Cryptosweep“ bekannt.
Diese fortlaufende Initiative der NASAA wurde im Mai 2018 von den Wertpapieraufsichtsbehörden der USA und Kanadas ins Leben gerufen und untersucht mögliche betrügerische Kryptoprogramme.
Laut Joseph Borg, Direktor der Wertpapieraufsichtsbehörde von Alabama, haben die Aufsichtsbehörden zahlreiche Aktivitäten im Zusammenhang mit Kryptowährungen aufgedeckt, die gegen die Wertpapierrichtlinien des Bundesstaates verstoßen. Zu diesen Verstößen zählt unter anderem das Anbieten von Produkten, die nicht einmal registriert sind.
„Nicht jede ICO- oder Kryptowährungsinvestition ist Betrug. Dennoch sollten sich Einzelpersonen und Unternehmen, die diese Produkte anbieten, bewusst sein, dass sie nicht isoliert agieren. Es können staatliche und provinzielle Gesetze und Vorschriften gelten, insbesondere Wertpapiergesetze. Anbieter solcher Produkte sollten sich von erfahrenen Rechtsanwälten beraten lassen, um Gesetzesverstöße zu vermeiden. Darüber hinaus sollte einetronCompliance-Kultur bereits vor und nicht erst nach der Vermarktung dieser Produkte an Investoren etabliert sein“, so Borg.
In der Mitteilung der NASAA hieß es außerdem: „Um den Anlegern einen gewissen Schutz zu bieten, sollte jedes als Wertpapier qualifizierte Projekt bei den zuständigen Aufsichtsbehörden registriert werden oder eine Befreiung von der Registrierungspflicht beantragen.“
Der Verband wies außerdem darauf hin, dass Anleger vor Investitionen in ICOs eine sorgfältige Due-Diligence-Prüfung durchführen müssen, da selbst bereits registrierte Produkte betrügerisch sein können.
Seit Mai haben Ermittler fast 30.000 Domains mit Bezug zu Kryptowährungen aufgedeckt. Die meisten davon wurden eingerichtet, als der Bitcoin -Kurs ein Allzeithoch von 20.000 US-Dollar erreichte. Im Rahmen der „Operation Cryptosweep“ wurden bereits 46 rechtliche Schritte gegen die Verantwortlichen eingeleitet.

