Mistral-CEO Arthur Mensch hat sich in die Diskussionen um das chinesische KI-Unternehmen DeepSeek eingeschaltet. DeepSeek rückte vor einigen Wochen mit der Veröffentlichung seines KI-Modells DeepSeek-R1 ins Rampenlicht und enjseitdem Lob von den meisten Akteuren der KI-Branche.
Da das DeepSeek-Modell, wie die meisten Modelle, Open Source ist, sieht der CEO von Mistral eine bemerkenswerte Ähnlichkeit zwischen beiden Unternehmen. Seit seiner Gründung im Jahr 2023 setzt sich das in Paris ansässige KI-Unternehmen stets für Open Source ein.
In seinem Interview mit Business Insider bezeichnete der CEO von Mistral DeepSeek als das chinesische Pendant zu Mistral. Er fügte hinzu, dass er den Erfolg des Unternehmens als Meilenstein für Open-Source-Modelle sehe. „Wir glauben, dass dies ein großartiger Moment für Open-Source-Modelle ist, und Unternehmen wie Mistral und DeepSeek haben dazu beigetragen und sich gegenseitig weiterentwickelt“, sagte er.
Der CEO von Mistral hebt die Vorteile von Open-Source-Modellen hervor
Mistrals große Sprachmodelle (LLMs) sind, genau wie die von DeepSeek, Open-Source-fähig. Das bedeutet, dass sie dieselben Modellparameter verwenden, aber nicht den gesamten Quellcode. Mensch gehört zu den Führungskräften der KI-Branche, die von den Vorteilen eines Open-Source -Systems überzeugt sind. Laut dem CEO von Mistral zählen dazu unter anderem schnellere Entwicklungszyklen und die Beseitigung von Engpässen wie Lizenzgebühren.
Mensch erwähnte, dass er schon immer der Ansicht gewesen sei, Open Source sei besser, weil es dadurch effizienter werde. „Wir waren schon immer von Open Source überzeugt, weil es einen positiven Kreislauf erzeugt, weil alle auf den Lösungen anderer aufbauen und dadurch einfach effizienter arbeiten“, sagte Mensch.
Investoren der KI- Branche reagierten überrascht auf die Veröffentlichung des DeepSeek R1-Modells. Das Unternehmen behauptete, es könne die Leistung von Modellen wie OpenAIs ChatGPT erreichen, sei aber zu einem Bruchteil der Kosten entwickelt worden. Die Investoren stellten die Notwendigkeit umfangreicher KI-Investitionen in Frage, wenn ein Unternehmen ähnliche Ergebnisse mit einem Bruchteil der Kosten erzielen könne.
Darüber hinaus erwähnte OpenAI-CEO Sam Altman diesen Monat in einer Fragerunde, dass er sich „auf der falschen Seite der Geschichte“ befunden habe, und sprach dabei über seine Haltung zu Open-Source-KI. Altman fügte hinzu, dass das Unternehmen seine Strategie überdenken und anstelle seines Closed-Source-Ansatzes, der den Quellcode vor der Öffentlichkeit verbirgt, eine andere Strategie verfolgen müsse.
Mensch spricht über Effizienz inmitten von Börsengangsplänen
In seiner Stellungnahme erwähnte Mensch, dass Mistral, das als größter Konkurrent von OpenAI in Europa gilt, stets auf Effizienz gesetzt habe. Er fügte hinzu, dass es sich um eine umfassende Effizienz gehandelt habe, die auch den finanziellen Aspekt einschließe. Mistral ist nach wie vor Europas kapitalstärkstes KI-Unternehmen mit Finanzierungen in Höhe von rund einer Milliarde US-Dollar von Firmen wie Andreessen Horowitz, General Catalyst und Lightspeed.
Er fügte hinzu, dass es nicht viel Geld benötige, bevor ein Unternehmen eine Technologie einführt und an seine Anwendungsfälle anpasst. Mistral verfüge zwar über das nötige Kapital, so seine Aussage, doch übermäßige Ausgaben seien unangebracht. „Wir sind ein sehr gut kapitalisiertes Unternehmen, aber wir geben keine Hunderte von Milliarden aus“, sagte er.
Der CEO von Mistral erwähnte, dass das Unternehmen seine Kompetenzen im Bereich agentenbasierter KI ausbauen möchte – einer Software, die Aufgaben autonom ausführen kann. Mensch fügte hinzu, dass dies mithilfe von Le Chat, einer überarbeiteten Version der App, die letzte Woche veröffentlicht wurde, erreicht werden soll.
„Le Chat ist eine Plattform, auf der Sie Ihre eigenen Agenten erstellen können. Jeder Mitarbeiter und Kunde kann hier Automatisierungen entwickeln und Agenten generieren“, sagte Mensch. „Das Beste an KI-Agenten ist, dass auch Nicht-Entwickler sie nutzen können“, fügte er hinzu.
Das KI-Unternehmen treibt zudem seine Pläne zur Reduzierung der Abhängigkeit von großen Technologiekonzernen voran und kündigte an, noch vor dem Pariser Aktionsgipfel in dieser Woche Milliarden in den Bau seines Rechenzentrums zu investieren. „Wir haben uns bewusst dafür entschieden, die Kontrolle über die gesamte Wertschöpfungskette zu übernehmen, von der Maschine bis zur Software“, erklärte Mensch gegenüber TFI.
Mistral treibt seine Expansionspläne über Frankreich hinaus voran und erschließt den US-amerikanischen Markt, wo das Unternehmen auf großes kommerzielles Interesse stößt. Zudem hat Mistral ein Büro in Singapur eröffnet tron da es weiterhin enj Börsengang plant, merkte aber an, dass diesbezüglich noch keine konkreten Schritte unternommen werden.
„Ich sagte, dass wir eindent Unternehmen sind, und als erfolgreichesdent Unternehmen wäre der natürliche Weg langfristig natürlich ein Börsengang – das heißt aber natürlich nicht, dass wir jetzt irgendetwas für einen Börsengang vorbereiten“, fügte Mensch hinzu.

