Microsoft hat den Kongress aufgefordert, neue Gesetze gegen KI-generierte Deepfakes zu verabschieden. Brad Smith, Vizepräsident unddent von Microsoft, betonte die Dringlichkeit, mit der Gesetzgeber die wachsende Bedrohung durch Deepfake-Technologie angehen müssen.
In einem kürzlich erschienenen Blogbeitrag betonte Smith, wie wichtig es sei, Gesetze anzupassen, um Deepfake-Betrug zu bekämpfen und dessen Missbrauch zu verhindern. Laut Smith sollte es ein Gesetz geben, das die Verfolgung von Betrug und Täuschung mithilfe von Deepfakes ermöglicht.
Microsoft schlägt ein Bundesgesetz zum Betrug mit Deepfakes vor
Laut einem Bericht von Microsoft können verschiedene rechtliche Maßnahmen ergriffen werden, um den Missbrauch von Deepfake-Technologie zu verhindern. Ein Vorschlag ist die Schaffung eines Bundesgesetzes gegen Deepfake-Betrug. Dieses neue Gesetz würde sowohl die zivil- als auch die strafrechtlichen Aspekte des Betrugs mit synthetischen Inhalten regeln und könnte folgende Maßnahmen umfassen: Strafanzeigen, zivilrechtliche Beschlagnahmungen und einstweilige Verfügungen.
Der Bericht befürwortet zudem diedentsynthetischer Inhalte. Durch die Regulierung des Einsatzes fortschrittlicher Herkunftsanalyse-Tools würde die Öffentlichkeit die Herkunft der online konsumierten Inhalte besser nachvollziehen können. Dies ist wichtig für die Glaubwürdigkeit digitaler Informationen und zur Eindämmung der Verbreitung von Falschnachrichten.
„Der Kongress sollte Anbieter von KI-Systemen verpflichten, modernste Herkunftsanalyse-Tools zur Kennzeichnung synthetischer Inhalte einzusetzen. Dies ist unerlässlich, um Vertrauen in das Informationsökosystem aufzubauen und der Öffentlichkeit zu helfen, besser zu verstehen, ob Inhalte KI-generiert oder manipuliert wurden.“
Brad Smith
Darüber hinaus schlägt Microsoft vor, die bestehenden Gesetze zur Kindesausbeutung und zu nicht einvernehmlichen, expliziten Bildern so zu ändern, dass sie auch KI-generierte Bilder umfassen. Dies würde gewährleisten, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen mit den technologischen Entwicklungen Schritt halten und somit auch gefährdete Personengruppen schützen.
Der US-Senat hat kürzlich in diesem Zusammenhang Schritte unternommen und ein Gesetz verabschiedet, das auf sexuell explizite Deepfakes abzielt. Dieses neue Gesetz ermöglicht es Opfern von nicht einvernehmlich erzeugten, sexuell expliziten KI-Deepfakes, die Urheber dieser Inhalte zu verklagen.
Die FCC sagt „Nein“ zu KI-gesteuerten Werbeanrufen
Auch Microsoft hat auf den Missbrauch von KI reagiert und die Sicherheitsvorkehrungen seiner Produkte verstärkt. Das Unternehmen hat kürzlich den KI-Bildgenerator Designer verbessert, nachdem eine Sicherheitslücke ausgenutzt worden war, um obszöne Bilder von Prominenten zu erstellen. Smith erklärte, dass die Privatwirtschaft Maßnahmen ergreifen müsse, um den Missbrauch von KI zu verhindern, und dass es in der Verantwortung der Technologieunternehmen liege, die Nutzer vor Schaden zu bewahren.
Die FCC ist bereits gegen den Missbrauch von KI vorgegangen und hat den Einsatz von KI-Stimmen in automatisierten Anrufen verboten. Dennoch verbessert sich generative KI stetig bei der Erzeugung gefälschter Audio-, Bild- und Videodateien. Verschärft wurde dieses Problem kürzlich durch ein Deepfake-Video der US-dent Kamala Harris, das in den sozialen Medien verbreitet wurde und die wachsende Gefahr der Deepfake-Technologie verdeutlichte.
Auch andere gemeinnützige Organisationen, wie das Center for Democracy and Technology (CDT), engagieren sich im Kampf gegen den Missbrauch von Deepfakes. Wie Tim Harper, leitender Politikanalyst des CDT, betont, markiert das Jahr 2024 einen entscheidenden Wendepunkt für KI bei Wahlen, und die Menschen müssen sich darauf vorbereiten. Der aktuelle Widerstand gegen Deepfakes ist ein Vorbote eines möglicherweisetracKampfes gegen technologische Manipulation.

